Kreuz und quer durch Dänemarks Norden

Dieses Mal haben wir etwas mehr als eine Woche Zeit, um unser Lieblingsland zu bereisen. Da gleichzeitig Herbstferien in Hamburg und Niedersachsen sind, wollen wir aber weiter in den Norden als sonst, um den anderen Touris zu entgehen, was auch ganz gut klappt.

Zunächst fahren wir zum Limfjord und treffen uns mit Annika und Helge in Ejerslev. Hier kommt der Ostwind gut an und die Kulisse ist auch ziemlich klasse. Rechts und links vom Spot erhebt sich eine kleine Steilküste, die vom Wasser aus sehr beeindruckend aussieht. Am nächsten Tag reicht der Wind nur für das Foilboard. Also habe ich den Fjord für mich allein und mache eine kleine Tour, um die Gegend zu erkunden. Als ich das Auto nicht mehr sehen kann, aber mittlerweile an einer kleinen Insel vorbei gekreuzt bin, erreiche ich die Marina Ejerslev. Wie im Bilderbuch stehen ein paar schnuckelige Hütten in einer kleine Senke umringt von der Steilküste. Dazu noch Sonne. Mega. Ich mache mich auf den Rückweg, denn wir wollen noch 130 Kilometer bis zur Ostküste fahren. Dort ist die nächsten zwei Tage Wind angesagt. Auf dem Stellplatz der Marina Voerså wird unser neuer Grill eingeweiht. Da es schnell dunkel wird, hänge ich die Lichterkette unter die Markise. Ein Däne fährt vorbei und wünscht „Merry Christmas“.


Passend zur Jahreszeit haben wir auch neue Halloween Deko im Supermarkt gefunden.


Am nächsten Tag gehen wir hier aufs Wasser. Eigentlich ein unglaublich großer, stehtiefer Flachwasserspot, aber es ist kaum Wasser da. Wir müssen bis zur Sandbank laufen, bevor wir starten können. Nachmittags fängt es dann noch an zu regnen. Auch den ganzen nächsten Tag regnet es. Das Wasser ist wieder da, aber bei dem Wetter hat keiner Lust, raus zu gehen.


Die restliche Woche ist Westwind angesagt. Wir fahren quer durchs Land an die Westküste, nach Løkken. Als wir endlich einen Übernachtungsplatz gefunden haben, stellen wir mit Schrecken fest, dass unser großes Fenster undicht geworden ist. Das ist jetzt schon das zweite, das der Kabinenhersteller versaut hat. Noch im Dunkeln und im Regen klebe ich das Fenster notdürftig ab. Als der Regen am nächsten Tag eine Pause einlegt, mache ich das nochmal etwas ordentlicher. Das muss halten, bis wir wieder zu Hause sind.


Jetzt können wir uns endlich dem Strand widmen. Fast überall hier in der Jammerbucht darf man mit dem Auto auf dem Strand fahren. Und zwar von Ort zu Ort. Da wir einen Downwinder mit dem Kite machen wollen, fahren wir die 15 Kilometer erstmal ab um zu gucken ob wir überall durchkommen. Das erste Hindernis ist eine kleine Brücke über eine Art Bach. Sie besteht aus zwei Baumstämmen, auf die quer Bohlen gelegt wurden. Ich traue mich zuerst nicht, da ich nicht weiß, ob die Brücke das Gewicht aushält. Dann versuchen wir es einfach. Josi geht voraus, und mich einzuweisen. Die Brücke ist so schmal, dass auf jeder Seite nur ein bis zwei Zentimeter Luft sind. Das hat dann aber gut funktioniert. Der weitere Weg am Strand entlang ist einfach zu befahren. Allerdings muss man öfter mal durch ablaufendes Wasser fahren, welches eine tiefe Furche in den Strand gegraben hat. Ein Absatz ist dann doch ziemlich tief, so dass es beim Hinunterfahren so viel schaukelt, dass unsere Klamotten aus dem hinteren Schrank heraus fallen.


Als wir am nächsten Tag die Strecke erneut fahren, wird uns die Brücke fast zum Verhängnis. Der Regen beziehungsweise die dadurch entstandene Strömung im Bach hat auf der anderen Seite der Brücke einen halben Meter Sand weggespült. Als wir langsam über die Brücke fahren, bleiben die Vorderräder in diesem Loch auf der anderen Seite stecken und die Hinterräder drehen auf der nassen Holzbrücke durch. Ich schalte die Mitteldifferenzialsperre ein. Dadurch wird die Kraft unabhängig voneinander auf beide Achsen übertragen und die Vorderräder können sich so aus dem Loch befreien. Wie immer in solchen Situationen war es so aufregend, dass wir davon leider keine Fotos gemacht haben. Wir fahren am Strand bis nach Blokhus und starten von dort mit den Kites zurück nach Løkken.


Nachdem es nachts wieder geregnet hat, fahren wir am nächsten Morgen zum nördlichsten Punkt unserer Tour, um uns den Leuchtturm Rubjerg Knude anzusehen. Das besondere an diesem Leuchtturm ist, dass er langsam von einer Düne überwandert wird. Ursprünglich stand er zweihundert Meter von der Küste entfernt. Das Meer holt sich hier jedoch immer mehr Land zurück. Viel Zeit bleibt nicht mehr, bis der Turm irgendwann ins Meer stürzen wird.

Nachmittags kiten wir noch einmal die Strecke von Blokhus nach Løkken und machen uns dann auf dem Weg in Richtung Hanstholm. In dem kleinen Ort Ræhr kurz davor gibt es den Thy Mini Camping an einem Angelsee. Eine sehr liebevoll hergerichtete Anlage, in der man gut einen Zwischenstopp einlegen kann. Inklusive kostenlosem W–Lan.  
Bis zur nächsten Bucht bei Vigsø sind es nur sechs Kilometer. Hier sind wir zunächst wieder allein, erst später kommen noch ein paar andere Kiter dazu. Der Wind frischt so stark auf, dass ich unseren kleinsten Kite fliegen muss, was eigentlich nur einmal im Jahr vorkommt. Die angesagte Wellenhöhe von drei Metern passte später auch. Sehr viel Strömung war leider auch drin. Trotzdem ein toller Tag auf dem Wasser.


Wir flüchten vor dem Sturm nach Krik, in der Hoffung, dort windgeschützt auf dem Camping stehen zu können. Der hat aber leider schon geschlossen, wie so viele andere, bei denen wir vorbeigeguckt haben. Also parken wir vor dem Platz, mit der Nase gegen den Wind, damit es nachts nicht so viel schaukelt. Auch Helge und Annika parken später noch um. Trotzdem haben die Windböen so einen Lärm gemacht und am Auto gerüttelt, dass wir kaum geschlafen haben. Am nächsten Tag hört der Regen kurz auf und wir werden mit einer schönen Session auf dem Wasser belohnt. Hinter der Mole ist das Wasser spiegelglatt, so dass man dort super abspringen kann. Langsam füllt sich der Parkplatz und es wird voller auf dem Wasser.


Wir haben genug für heute und fahren zum nächsten Spot etwas weiter nach Süden. Aufgrund des Sturms ist die Fähre nach Thyborøn außer Betrieb, was einen Umweg von über einer Stunde bedeutet. Schließlich finden wir einen windgeschützten Übernachtungsplatz zwischen ein paar Bäumen und Büschen, wo wir die nächste stürmische Nacht verbringen. Windstärke 10 – 12 lässt uns aber erneut nicht ganz entspannt durchschlafen.


Am Secret Spot darf man nur bis Anfang Oktober Kiten, daher weichen wir zum Secret Spot 2 aus. Hier sorgt eine Landzunge ebenfalls für spiegelglattes Wasser. Heute ist sie so schmal dass man sogar drüber springen kann. Der strahlend blaue Himmel sorgt zusätzlich für gute Laune und wir haben erneut eine Megasession ganz allein auf dem Wasser.


Mit diesem tollen Abschluss, verabschieden wir uns aus Dänemarks Norden. Abends treffen wir noch Freunde, mit denen wir am nächsten Tag nach Vejers (Auto–)Strand fahren. Hier hat Josi mit ihrem Lieblingskite, dem 11er GTS4, noch mal richtig Spaß in den Nordseewellen, bevor wir endgültig die Heimreise nach Hamburg antreten.

Hier noch eine Karte dazu, allerdings ohne Anreise/Abreise und Secret Spots 😉

So schøn ist Møn

Wir haben eine Woche Urlaub und wollen wieder nach Dänemark. Aber nicht wie sonst nach Jütland, sondern nach Seeland. Die Fähre fährt von Rostock nach Gedser. Von hier dauert es noch eine knappe Stunde Autofahrt über die durch Brücken verbundenen Inseln Falster und Farø bis Bogø.


Dort steht unser Ferienhaus, denn diesmal ist Josis Familie mit dabei und dafür ist unser Explorer zu klein. Die Insel Bogø ist ebenfalls sehr klein und durch einem Damm mit Møn verbunden. Unser erstes Ziel ist folglich ein Besuch der berühmten Kreidefelsen. Wir parken am Wegesrand und wandern durch das Tal Jydelejet, bis sich vor uns die Küste mit den Kreidefelsen eröffnet.


Kaum habe ich die Drohne gestartet, um ein paar Bilder zu knipsen, ist auch schon der Parkranger da. Er wollte mich eigentlich darüber aufklären, dass ich hier aufgrund seltener Vögel (Brutgebiet von Wanderfalken) nicht fliegen darf. Jedoch war er erst seit kurzem im Amt und wusste nicht, dass das Flugverbot seit zwei Wochen nicht mehr gilt. Ungewohnt, aber auch gut, dass in Dänemark jetzt schon Schilder stehen, die das Fliegen mit Drohnen regulieren.


Oben auf den Klippen gibt es sehr viele Wanderwege, durch den Wald oder unten an der Steilküste entlang. Wir entscheiden uns für einen circa drei Kilometer langen Weg, der uns auch über den Aborrebjerg führt, welcher mit 143 Metern ü.NN der höchste Punkt Møns ist.


Der Wind, der sonst immer zuverlässig während unserer Arbeitszeit weht, hat scheinbar auch ne Woche Urlaub eingelegt. Wenigstens lässt er sich zwei Mal schwach blicken und es reicht für die großen Kites. Zuerst versuchen wir es in Vordingborg mit dem Foil, jedoch ist zu viel Seegras im Wasser. Der Wind reicht zum Glück auch gerade so für den 13er Kite und ein normales Board. Josi gelingen trotzdem wirklich gute Fotos von mir.


Abends kann Josi noch kurz vor Bogø in schönem Flachwasser ihre Bahnen ziehen. Der Spot ist stehtief und bekannt für sein glattes Wasser auf der ablandigen Seite und die dänischen Kiter kommen sogar extra aus dem 100 Kilometer entfernten Kopenhagen hierher. Man kann auf beiden Seiten der Straße kiten und somit jede Windrichtung abdecken.

Am nächsten Tag kommen wir beide nochmal in Gedser bei der Marina aufs Wasser. Ich versuche mit dem Foil bis zur Sandbank hinaus zu fahren, aber das ganze Gebiet ist so flach, dass ich nur bis kurz hinter die Fahrrinne komme, bevor ich mit dem Foil stecken bleibe. Also wieder zurück ins Tiefe. Zumindest ist hier weniger Seegras im Wasser.

Die restliche Woche verbringen wir mit Relaxen in der Spätsommersonne, Lesen, Drohne fliegen und Spazieren Gehen. Auf der kleinen Insel Bogø gibt es sogar eine  Mühle und die alte Fähre „Ida“, die noch komplett aus Holz besteht.

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Am Abreisetag kommt dann tatsächlich noch etwas Wind. So kommen wir beide wenigstens mit den großen Kites noch einmal aufs Wasser. Leider nur mit den normalen Boards und nicht mit dem Foil, denn das Seegras wächst sogar weiter draußen bis unter die Wasseroberfläche, sodass ich mit dem langen Schaft unter dem Board keine Chance habe.

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Unser Rückweg führt uns dann von Rødby entlang der Vogelfluglinie nach Puttgarden. Wir sind eine Stunde zu früh beim Check In der Fähre. Obwohl wir eine feste Buchung für 17 Uhr haben, können wir direkt auf die 16 Uhr-Fähre durchfahren. Als wir den Motor abstellen und austeigen, sind die Türen geschlossen und das Schiff hat schon abgelegt. Deja vu: Genauso war es auf der Rückreise von Marokko. Als letztes Auto eine Fähre früher erwischt als geplant. Von Puttgarden brauchen wir noch zwei Stunden bis nach Hause.

Exploring Fanø

Letztes Wochenende haben wir mal wieder Neuland betreten bzw. befahren, denn wir waren zum ersten Mal auf der dänischen Insel Fanø. Von Deutschland aus gesehen ist es nach Rømø und Mandø die dritte dänische Nordseeinsel. Während man die ersten beiden bequem auf dem Land bzw. Ebbevej erreichen kann, muss man von Esbjerg aus mit der Fähre fahren, um Fanø zu erreichen.
Die Fähre kann man nicht reservieren, aber sie fährt so oft, dass wir nur kurz warten müssen. Gleich die zweite hat Platz für unseren LKW, der auch mit circa 55 Euro für Hin- und Rückweg als LKW berechnet wird, weil es ab Werk kein Womo war. Die 6 Wartespuren sind allerdings so schmal, dass wir nicht ganz in die Spur passen und es sehr eng wird. Aber passt.

Bei Sonnenuntergang erreichen wir nach zehn Minuten die Insel.


Der erste Campingplatz Rødgård Camping möchte uns nicht für eine Nacht, das sei nicht rentabel genug. Na gut! Beim nächsten Feldberg Familie Camping können wir uns sofort einen Platz aussuchen, nehmen aber den offiziellen Womostellplatz auf einer Wiese vor dem Gelände. Dort steht auch nur ein anderes Womo.

Am nächsten Tag fahren wir zunächst den Strand von Norden (Fanø Bad) bis Süden (Sønderho) ab und sind … etwas … enttäuscht. Es schwärmen so viele Menschen von diesem Strand, aber uns gefällt Rømø deutlich besser. Hier ist fast der ganze Strand eine festgefahrene Piste, noch dazu vor allem bei Flut viel schmaler. In dem Bereich, in dem Kitesurfen und Buggyfahren erlaubt sind, ist auch der Sand nicht so schön wie etwas weiter im Norden. Keine Frage, es gibt natürlich viiiiiiieeeel schlimmere Strände.

Gut gefallen hat uns, dass es nicht so voll ist. Scheinbar schrecken die Fährüberfahrt und die etwas weitere Anreise die Menschenmassen ab. Wir gucken uns auch noch das schnuckelige Örtchen Sønderho an, in dem noch viele schöne, alte Häuschen stehen.

Diesmal entscheiden wir uns für den Strandcamping Feldberg. Der liegt zwar nicht am Strand und die Wege sind alle wieder mega schmal, so dass wir beim Abbiegen rangieren müssen, aber der Besitzer ist wirklich sehr nett: Leg einfach deine Campingcard hier hin und such dir einen Platz aus. Nein, ich muss die Nummer nicht wissen. Und bei der Abreise: Wie viele Nächte waren das? Hattet ihr Strom? Ne, ich kann nur Bargeld, aber Euro geht auch. Sehr entspannt…


Nach einem ebenfalls entspannten Frühstück am Strand haben wir uns dann im Osten und Norden noch ein paar alte Bunker angesehen, wobei wir auch ein paar Meter wirklich offroad fahren konnten. Da wir aber nicht wussten, ob das legal ist, sind wir nach kurzer Strecke wieder umgedreht.

Auf dem Weg zu den nördlichen Bunkern, die man bei Google Maps nur noch als Umrisse auf der Karte sehen kann, mussten wir durch den Ort Nordby fahren. Unser Navi hat uns durch den Nordre Engvej gelotst. Der Name lässt ja schon vermuten, dass es eng wird. Aber man fragt sich jedesmal: Ob das der richtige Weg ist? Wo gehts denn hier weiter? Enge Gassen und scharfe Kurven. Zum Glück alles ohne Gegenverkehr, aber die Anwohner haben sich schon gewundert, warum da ein lauter LKW durch ihren Vorgaten fährt, links halb in der Hecke, damit rechts die Markise nicht am Reetdach hängen bleibt. Na gut, wir hatten rechts noch 2-4 cm Platz. Aber mir war ordentlich warm geworden bei der Aktion. Natürlich hat so schnell auch niemand Fotos für den Blog gemacht.

Als wir am Hafen vorbeifahren, trauen wir unseren Augen nicht. Die Schlange vor der Fähre zieht sich tatsächlich durch den ganzen Ort. Wo kommen denn auf einmal diese ganzen Menschen her? Das ist ja wie auf Sylt! Merke: Nie Sonntags mit der Masse abreisen.

Auf dem Rückweg machen wir bei Ribe einen Abstecher zur Sluse (Schleuse). Es ist für uns leider wirklich ein Abstecher und kein Rundweg, denn die Brücke trägt nur 2 Tonnen. Allerdings darf man hier uneingeschränkt parken, was wir mal in Hinterkopf behalten, falls wir mal einen Übernachtungsplatz in der Nähe brauchen.

Fazit Fanø: Süße Insel, ja auch schöner Strand, Campingplatzleute alle nett (auch dort, wo wir nicht geblieben sind), sehr wenig Wohnmobile (circa 10 am ganzen Wochenende gesehen), Kiten geht natürlich auch, viele Radfahrer, uns reicht aber, einmal dort gewesen zu sein.

Sardiniens Ostküste und die teuerste letzte Stunde des ganzen Urlaubs


Wir verlassen den Süden der Insel und fahren vom Capo Carbonara über die SP18 nach Norden. Die Straße schlängelt sich in vielen Kurven und Serpentinen am Berg entlang. Es gibt wieder eine tolle Aussicht auf das Meer von oben. Vorbei an der Costa Rei mit schönen langen Sandstränden. Auch hier gibt es einige Surfspots, aber heute leider keinen Wind. Die Infrastruktur wird etwas touristischer. Wir sind auf die SP 97 abgebogen und fahren weiter nach Norden Richtung Capo Ferrato. 

Ohne Vorwarnung hört plötzlich der Asphalt auf und eine Schotterpiste beginnt. Auch diese Piste windet sich in Serpentinen um die Berge. Schon in der zweiten engen Kurve geht es sehr steil bergab. Die Piste ist durchzogen von tiefen Querrinnen. An dieser Stelle entscheiden sich Helge und Annika mit ihrem Wohnmobil umzudrehen und eine Alternativroute zu nehmen. Ihr Auto hätte diese Abfahrt wahrscheinlich nicht ohne Schäden überstanden. Dank unseres Allradantriebs und der Bodenfreiheit war das für uns jedoch kein Problem. Nach 4 km im ersten oder zweiten Gang haben wir wieder Asphalt unter den Rädern. Wir wollen uns den nächsten Strand ansehen, doch dort wartet schon das nächste Hindernis. Die Zufahrt ist zu eng und an beiden Seiten stehen Kakteen. Auch die nächste Zufahrt ist uns durch einen zu niedrig hängenden, dicken Ast versperrt. Ich kann Josi gerade noch überreden den Ast nicht abzusägen. Wir drehen um und fahren weiter. In Porto Corallo treffen wir Annika und Helge wieder. Die beiden haben einen schönen Stellplatz, den Bellavista Camper Service, gefunden. 

Der Platz ist günstig, sehr neu und verfügt sogar über eine Waschmaschine. Die Betreiber sind noch ziemlich jung und äußerst nett. Da niemand deutsch oder englisch versteht, findet die Kommunikation am Computer über Google Translate statt. So verbringen wir zum ersten Mal in diesem Urlaub eine Nacht auf einem kostenpflichtigen Platz und können gleich noch unsere Wäsche waschen. Am Nachmittag erreicht der Wind sogar zu foilen und ich bin ganz allein auf dem Wasser. 


Unsere nächste Etappe ist circa 200 km lang und soll uns über die SS125 durch Baunai, zum Capo Comino und zum Strand von La Caletta führen. Wir brauchen für diese Strecke jedoch einen kompletten Tag. Die Strecke führt uns nämlich wieder quer durch die Berge und durch unzählige Serpentinen. Die Aussicht entschädigt jedoch sämtliche Strapazen.


In La Caletta übernachten wir zwischen Bäumen am Strand. Man könnte meinen wir sind in Afrika.


Am nächsten Tag zieht Wind auf und man könnte hier eigentlich kiten gehen. Die benachbarten Parkplätze sind überraschend voll mit Wohnmobilen und Kitern, aber wir wollen noch weiter fahren und einen anderen Spot anschauen: San Teodoro/La Cinta. Die Zufahrt zum Parkplatz ist wieder Maßarbeit. Wir sind von der Anzahl der Kiter hier etwas überrascht. Es ist viel voller als an den anderen Spots, an denen wir bisher waren. Es ist so windig, dass wir zwei Tage hinter einander mit kleinen Kites auf’s Wasser können. Zur Belohnung gibt es danach jeweils eine Kugel leckeres italienisches Eis. Wir lernen hier Ilka und Adrian mit ihrem VW-Bus kennen, die wir bereits mehrmals an der Ostsee gesehen haben. Sie schließen sich uns für die nächsten Tage an. 


Auf der Suche nach dem nächsten Übernachtungsplatz müssen wir zweimal aufgrund zu niedriger Brücken umdrehen. Schließlich finden wir einen einsamen Parkplatz an einer schönen Bucht bei Marinella. Der Platz ist windgeschützt und wir sind die einzigen hier. Zitat Helge: Zumindest wird es eine ruhige Nacht heute. Doch er hatte die Rechnung ohne die italienischen Strandaufräumer gemacht. Um 4:36 Uhr werden wir von Baggerlärm und gelben Rundumleuchten aus dem Schlaf gerissen. Drei treckerähnliche Baugeräte, die beim Rückwärtsfahren auch noch Warntöne ausspucken, fangen an, den Strand zu reinigen und platt zu fahren. Wir sind erstmal hellwach, bis wir verstehen, was da mitten in der Nacht überhaupt vor sich geht. Die Trecker fahren im Minutentakt an unserem Nachtplatz vorbei. Erst mit Ohrstöpseln ist wieder an Schlaf zu denken. Nur Unsere VW-Bus Besatzung schläft so tief, dass sie von alledem nichts mit bekommt. 


Wir fahren direkt nach Porto Pollo und frühstücken auch erst dort. Auf der linken Seite darf man kiten, die rechte Bucht bleibt den Windsurfern vorbehalten. 


Da morgen erst Wind kommen soll, haben wir aber noch etwas Zeit, um uns noch einen Strand im Norden anzusehen. Wir fahren also eine Stunde weiter und bleiben die Nacht am Strand von Rena Majore. Hier stehen viele Wellenreiter und Windsurfer. Tatsächlich entwickelt sich hier ganz ohne Wind eine schöne, saubere Welle. 


Zurück in Porto Pollo steht uns nun der letzte Abend auf Sardinien bevor. Leider ist es kühl und stürmisch geworden. Es sieht aus als ob jede Minute ein Unwetter losgeht. Trotzdem grillen wir ein letztes Mal und freuen uns auf die für morgen angesagten 30 Knoten Westwind. Die kommen dann auch tatsächlich. Und zwar sehr kabbelig und so böig wie wir es selten erlebt haben. Einige von uns fanden das richtig sch… Für mich war es der beste Kitetag in diesem Urlaub. 


Zusammen mit Ilka und Adrian machen wir uns am Nachmittag nach Olbia auf, um dort noch eine Pizza zu essen und anschließend unsere Fähre zu erreichen. Die beiden verlassen heute auch die Insel, allerdings mit einem anderen Schiff. Die Pizza war wieder mal lecker, das Eis danach auch 😊. 

Auf dem Weg zum Hafen verfahren wir uns zweimal. Da die Schilder von Büschen überwuchert sind, finden wir erst beim dritten Anlauf die richtige Ausfahrt aus dem letzten Kreisel. Dann weist uns auch schon der erste Einweiser in die richtige Schlange, wo ein Securitymensch unser Ticket mit unseren Ausweisen vergleicht. Wir landen beim zweiten und dritten Einweiser und schließlich in der Schlange der Autos vor dem Schiff. Der Kollege, der dort unser Ticket einscannt, fängt auf einmal an, wild mit den Händen herum zu fuchteln und uns auf italienisch laut irgendetwas zu erzählen. Er zeigt auf das Datum des Tickets und als ich das schließlich mit dem heutigen Datum vom Handy abgleiche, fällt uns beiden die Kinnlade herunter: Unsere Fähre ging bereits gestern. Wie konnte uns das denn passieren? Und jetzt? Wir lassen den Wagen stehen und gehen quer durch den Hafen zum Fährbüro. Hoffentlich gibt es noch einen freien Platz auf dem Schiff. Das Ticket ist leider verfallen. Zum Glück ist noch Platz und es gibt sogar noch eine Kabine, aber wir müssen für 220 € ganz neues Ticket kaufen. Die Mitarbeiter sind so freundlich und haben noch einen Gutschein für uns so dass wir „nur“ 200 € bezahlen. Nachdem der Schreck überwunden ist, können wir über die Geschichte und unsere eigene Blödheit lachen. 


Wir haben jetzt fast einen Monat bis auf zwei Nächte immer kostenlos irgendwo übernachtet. Mit der Pizza, der letzten Tankfüllung und dem Ticket, ist die letzte Stunde jedoch die teuerste Stunde des ganzen Urlaubs geworden. 

Sardinien ist eine wunderschöne Insel. Nirgends haben wir bisher so viele traumhafte Strände und mit so karibischen Wasserfarben gesehen. Freie Übernachtungen waren zu dieser Jahreszeit immer problemlos. Die Italiener, mit denen wir zu tun hatten, waren extrem freundlich, offen und hilfsbereit, auch wenn es manchmal keine gemeinsame Sprache zur Verständigung gab. Einschränkungen gab es nur in der Wohnmobilver- und Entsorgung, kaum Mülleimer und fast alle Restaurants waren noch geschlossen. In der Saison sieht das wahrscheinlich viel besser aus, allerdings möchte man da eher nicht auf der Insel sein. Wenn man sich ansieht, wie groß einige Parkplätze sind, kann man erahnen, wie voll es hier werden kann. Wir behalten Sardinien in guter Erinnerung und kommen hoffentlich auch hierher irgendwann wieder zurück.

Sardiniens Süden

Fast eine Woche sind wir in Is Solinas, denn es ist jetzt jeden Tag Wind für 7-10er Kites. Am Ufer wurde viel Grünzeug angespült, das man beim Kiten super als Slider oder als Wendepunkt nutzen kann. 


In circa zehn Tagen müssen wir schon die Fähre nehmen, daher fahren wir nun weiter. Nach einem kurzen Zwischenstopp in Porto Pino finden wir fünf Kilometer vor Chia einen schönen  Übernachtungsplatz an einer Bucht. Leider sind unsere Wohnmobile zu breit, um bis ans Ende des Weges zu fahren. Helge muss wegen der Schlaglöcher und Sträucher an der Seite sowieso schon sehr vorsichtig fahren und an der einzigen Steigung drehen die Vorderräder durch. Aber er schafft auch die letzten Meter noch bis zum einsamen „Stellplatz“. 


Mit der Drohne gelingen uns hier ein paar schöne Aufnahmen bei Sonnenuntergang und auch am nächsten Morgen.

Manchmal muss man auch die Leiter verlängern 😉 Nach dem Frühstück geht es weiter nach Chia. Vorbei an Flamingos, die es hier so häufig gibt wie bei uns Tauben.


Chia hat wieder mal unglaublich schöne Strände mit karibischen Wasserfarben. Natürlich müssen wir uns auch die mit der Drohne von oben ansehen. 


Es ist noch ziemlich früh und wir beschließen weiter zu fahren, auch wenn es hier so schön ist. Unser nächstes Ziel ist nämlich auch sehr vielversprechend: Villasimius. Aber zunächst müssen wir durch die Inselhauptstadt Cagliari und auch langsam mal tanken. Das ist jedoch umständlicher als gedacht, denn man muss erst seine Karte in einen Automaten stecken, und kann dann für maximal hundert Euro tanken. Da 300 Liter in unseren Tank passen, muss ich die Prozedur also drei Mal wiederholen, bis der Tank voll ist. Und merkwürdige Verkehrsschilder gibt es hier auch:

Als wir in Villasimius ankommen, regnet es kurz. Das erste Mal im gesamten Urlaub bisher.


Der dazugehörige Strand am Capo Carbonara ist aber wieder ein Highlight. Wir parken zwischen den Bäumen direkt am Spot und bleiben zwei Tage. Der Wind ist sehr böig, aber die Wasserfarben entschädigen das. Schöner kann es in der Karibik auch nicht sein. Obwohl es tief ist, kann man überall den sandigen Grund sehen. Nach 2 Stunden hat sich auch eine schöne kleine Welle aufgebaut. Wir nutzen den Tag und gehen kiten. 


Auch hier gibt es einen Torre zu dem man in zwanzig Minuten wandern kann. Wir genießen dort den Sonnenuntergang bei einem Sundowner-Bier. 


Am nächsten Morgen fotografieren wir die ganze Bucht bei schönem Licht noch einmal von oben.

Sardiniens Westküste

Ich hatte ja schon angedeutet, dass wir jetzt mehr Fotos von oben knipsen, da wir uns eine Drohne zugelegt haben. Doch zunächst sah es gar nicht so rosig aus, da DJI eineinhalb Monate gebraucht hat, um den GPS-Fehler zu reparieren. Beziehungsweise hat es so lange gedauert und statt einer reparierten, haben wir eine komplett neue Drohne bekommen. Am letzten Tag vor der Abfahrt und nur, weil ich zufällig zu Hause war. Aber jetzt ist alles gut. Wir fotografieren kaum noch mit der Kamera, dafür gibt’s Fotos aus der Vogelperspektive.

Unser Weg nach Sardinien führt uns zunächst über die gleiche Route wie letztes Jahr auf dem Weg nach Süden: Am ersten Tag bis kurz vor Freiburg, am zweiten Tag durch die Schweiz bis Norditalien. Da wir bis zur Fähre in Livorno noch einen Tag Zeit haben, wollen wir uns noch Pisa ansehen. Das scheitert jedoch an der alten Stadtmauer, unter der wir nicht hindurch passen. Als die Straßen immer enger werden und wir keinen anderen Weg zu dem Stellplatz in der Stadt finden, haben wir die Nase voll und fahren ans Meer. Den schiefen Turm haben wir zumindest aus der Ferne gesehen.

Nach einer ruhigen Nacht auf der Fähre erreichen wir pünktlich um sieben den Hafen von Olbia auf Sardinien. Es ist Westwind angesagt und wir fahren zunächst drei Stunden über enge Straßen und Serpentinen nach Nordosten um in San Pietro auf der Lagune zu Kiten. Leider gibt’s davon keine Fotos, da wir beide erstmal aufs Wasser wollen. Und das Wasser hat wirklich karibische Farben. Nach dieser guten Session fahren wir weiter zu unserem ersten Übernachtungsplatz am Strand von Stintino. Hier ist es noch einmal schöner. Der Strand besteht aus schneeweißen Steinchen. Unglaublich schön.


Hier bleiben wir ein paar Tage, dann fahren wir die Westküste runter. Wir finden noch einen einsamen Stellplatz, der nur offroad erreichbar ist. Da Josi aber noch arbeitet und dazu Handy- bzw. Internet benötigt, wir aber keinen Empfang haben, suchen wir uns einen anderen Platz.

Über einen schöne, kurvenreiche Panoramastraße fahren wir weiter und landen eher zufällig in Mari Ermi. Der Platz ist unter Surfern bekannt, aber nicht als Stellplatz beschrieben. Trotzdem stehen hier schon Wohnmobile. Wir stellen uns dazu und bleiben auch hier ein paar Tage. Auch dieser Strand ist bisher einer unserer Favoriten. Jeden Nachmittag setzt eine Thermik ein, die gerade so fürs Hydrofoilen mit dem Kite reicht. Überhaupt kann man hier sehr gut foilen und es gibt hier auch viel mehr Foiler als bei uns. Heute bin ich allerdings allein auf dem Wasser und es ist mega schön. Hier stoßen unsere Freunde Annika und Helge zu uns, die ab jetzt die nächsten Urlaubswochen mit uns verbringen.

Am nächsten Tag geht es weiter nach Süden. Nach den Dünen südlich von Pistis fahren wir zu Marina di Arbus. Kurz hinter dem Ort endet die Teerstraße. Über Schotter geht es weiter, jedoch wird es plötzlich sehr steil, Auswaschungen queren den Weg, die erste Flussdurchfahrt ist einfach. Steil und holperig geht es wieder bergauf. Im ersten oder zweiten Gang schleichen wir durch das Gelände. Helge und Annika immer noch hinter uns. Respekt! Wir hätten es nie für möglich gehalten, dass ihr neues Wohnmobil diese schlechte Strecke schafft. Zwar auch langsam, ab und zu den Grip verloren, aber sie haben es geschafft. Noch eine Flussdurchfahrt mit größeren Steinen, aber dann relativ einfache Piste.


Belohnt werden wir mit Piscinas: einer grandiosen Dünenlandschaft neben einem verlassen wirkendem Hotel. Hier bleiben wir zwei Nächte. Auch ein paar andere Offroader und kleine Wohnmobile finden den Weg hierher.


Auf  unserem Weg nach Süden müssen wir durch eine alte Minenstadt und schließlich durch den Ort Ingurtosu. Hier führt die Straße mitten durch ein Haus. Unsere Vermutung, dass unser Truck dort nicht hindurch passt, hat sich bestätigt.

Für Annika und Helge kein Problem, aber wir sind breiter und höher und müssen umdrehen. Für uns bedeutet das einen Umweg von drei Stunden. Den ganzen Weg zurück, und durch die Berge im Landesinneren nach Süden. Am Abend treffen wir uns in Porto Botte wieder, einem bekannten Surfspot. Noch ein paar Kilometer weiter ist der Strand von Is Solinas, ebenfalls ein guter Kitespot, an dem auch eine Wohnmobilentsorgung liegt. Hier gehen wir in den nächsten Tagen kiten, denn es ist Nordwestwind angesagt, der hier noch verstärkt wird, weil der Wind sich durch zwei Inseln zwängen muss. Am ersten Tag reicht der Wind wieder nur fürs Foilboard, aber dann geht sogar der 7er Kite. In Is Solinas befindet sich auch eine nagelneue Unterkunft unseres Sponsors KiteWorldWide, wo wir in den kommenden Tagen unser Lager aufschlagen. Vor allem Patrizias (die gute Seele des Hauses) Kaffee ist super lecker und es gibt jeden Morgen selbst gebackenen Kuchen.

Am Strand haben wir noch einen Kiter aus Venedig kennengelernt, der einen Unimog fährt, und damit auf der Ostroute schon bis Südafrika gefahren ist.  Er war auch schon auf Island und an vielen anderen Orten mit dem Wagen.


Bisher können wir sagen, dass die Italiener, die wir bisher kennengelernt haben, sehr freundlich und hilfsbereit sind. Wir wurden mehrfach zu Pasta eingeladen, man hat uns kostenlos ein Haus für den Urlaub hier angeboten, Rosen geschenkt, und war jederzeit trotz Sprachbarrieren sehr bemüht.

Einzig die Ver- und Entsorgung für Wohnmobile ist etwas schwierig. Viele Stellplätze haben keinen Mülleimer und keinen Wasseranschluss. Auch das Abwasser kann man fast nirgends los werden. Kostenpflichtige Stellplätze und Campingplätze haben entweder noch geschlossen oder liegen nicht auf unserer Route und sind weit voneinander entfernt. Daher muss man oft etwas Zeit aufbringen, um eine Möglichkeit für die Entsorgung zu finden. Auch eine zweite Kassette für die Toilette ist in der Vorsaison sinnvoll.

Nun stehen uns noch die Süd- und Ostküste bevor… Aber zunächst gehen wir heute wieder kiten, denn es soll noch ein paar Tage windig bleiben 😊!

So schön ist es in der Lüneburger Heide

Hallo liebe Mitleser! Wir waren im Winter nicht mit dem LKW unterwegs, daher gab es nicht viel zu berichten. Aber nun sind wir wieder on the road.

Im Norden war an diesem Wochenende kein Wind und zusätzlich leider Bewölkung angesagt, so dass wir keine Lust hatten, bis ans Meer zu fahren. Josi kümmert sich gerade um Finja, die Hündin ihres Kollegen, der zur Zeit im Urlaub ist. Da wir Finja eine schöne Zeit bereiten wollen, haben wir uns einen Stellplatz ausgesucht, der von uns nur eine Stunde entfernt ist und von dem aus man gut Gassi gehen kann. Unser erster Ausflug mit dem LKW ging dieses Jahr also nicht an die Küste, sondern nach Süden in die Lüneburger Heide.

Der Stellplatz liegt in Oberhaverbeck zwischen Baumreihen und ist gleichzeitig PKW-Parkplatz. Der Parkautomat hat noch Winterpause, sodass wir nichts zahlen mussten.

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Trotz des schönen Wetters war kaum etwas los. Schon nach einigen Metern ist man mitten in der Heide. Ich wusste gar nicht, wie schön es hier ist! Und das quasi direkt vor der Haustür. Es gibt jede Menge Wanderwege und ausreichend Bänke für die Pausen. Vor allem ist es unglaublich leise! Die Wanderwege sind teils sandig, teils bewachsen. Es geht Hügel hinauf und wieder hinunter. Wie gerne würde ich mit LKW hier durch fahren! Wir wandern in ca. zwei Stunden zum Wilseder Berg. Von dort aus hat man einen erstaunlich guten Blick über die weitläufige Heidelandschaft.

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Auf so einen langen Spaziergang waren wir gar nicht vorbereitet und hatten leider nichts zu trinken dabei. Wenigstens Finja konnte unterwegs aus kleinen Bächen trinken. Eine Kamera hatten wir auch nicht dabei. Die Bilder haben wir alle mit dem Handy gemacht. Der nächste Ort ist Wilsede und näher als unser Parkplatz. Dort kann man bestimmt etwas trinken. Also laufen wir diesen kleinen Umweg und kehren in der „Milchhalle“ ein. Wilsede ist sehr klein und nicht mit dem Auto erreichbar. Nur zu Fuß, mit dem Rad oder per Kutsche. Dementsprechend ruhig ist es auch hier.

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Nach weiteren zwei Stunden sind wir wieder am Parkplatz. Ungefähr zehn Kilometer sind wir gelaufen. Finja bestimmt 30. Alle drei sind erschöpft. Wenn die Heide blüht, wollen wir weiderkommen. Die Lüneburger Heide ist auf jeden Fall einen Besuch wert.

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Materialupdate für die Saison 2017

Jetzt wird´s etwas technisch. Bevor die Saison jetzt so richtig los geht, haben wir noch einige To Do´s auf der Liste: Auch dieses Jahr standen einige Reparaturen und Updates am LKW an: Vier neue Stoßdämpfer wurden wurden eingebaut, da die alten nach 20 Jahren keine Wirkung mehr zeigten. So sehen die neuen aus:

 

Bei der Wiederinbetriebnahme der Elektroinstallation stellte sich heraus, dass der Shunt defekt war. Statt 12 Volt zeigte er 255 Volt an und ließ sich nicht mehr verstellen, so dass man auch nicht erkennen konnte, wie voll die Batterien sind. Nach einem kurzen Telefonat mit der Firma Philippi schickte ich den defekten Shunt ein und bekam noch in der gleichen Woche einen neuen zurück, obwohl die Garantiezeit schon vor kurzem abgelaufen ist. Klasse Service! Jetzt läuft wieder alles.

Schon letztes Jahr haben wir bemerkt, dass eine Fensterdichtung von KCT undicht ist. Auch hier wurde schnell und unkompliziert geholfen. Uns wurde kostenlos eine neue Dichtung inkl. einer DVD mit Einbauvideo zugesendet und gleichzeitig angeboten, die Reparatur ebenfalls kostenlos beim KCT-Servicepartner Kerkamm in Elmshorn durchführen zu lassen.

Das diesjährige Update-Highlight ist jedoch die neue Reifendruck-Regelanlage STIS (Semiautomatic Tire Inflation System). Die habe ich mir bei meinem Kumpel Martin abgeguckt. An einer zentralen Steuerbox, die an den vierten Druckluftkreis des LKW angeschlossen ist, kann man (im Stand) den gewünschten Druck einstellen. Von der Steuerbox aus wurde zu jedem Reifen eine Druckluftleitung bis zu einem Schlauchdepot gelegt. Die Reifenventileinsätze wurden herausgedreht und eine Schnellkupplung auf das äußere Gewinde der Ventile geschraubt. Dadurch ist ein größerer Luftdurchsatz möglich als vorher, d.h. Luft ablassen oder aufpumpen geht schneller. Jetzt kann man einfach die Spiralschläuche aus den Depots ziehen und per Schnellkupplung auf die Reifen stecken, bei denen man den Luftdruck ändern möchte. Auch das geht nun schneller, als bei jedem Reifen einzeln die Ventilkappe ab- (und später wieder auf-)zuschrauben, und mit dem Manometer neben jedem einzelnen Reifen zu warten, bis der richtige Druck anliegt. Um bei Nichtgebrauch den Druckverlust im Gesamtsystem zu vermeiden, kann man hinten an der Steuerbox ein Ventil schließen, so dass die Druckluft nur bis zum Ventil anliegt und das Regelsystem quasi drucklos ist. Zusätzlich gibts noch eine Schnellkupplung, an die man weitere Druckluftgeräte anschließen könnte.

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Und hier noch ein Thema, das eigentlich nichts mit Kitesurfen, Reisen, Offroad oder LKW zu hat, uns aber demnächst begleiten wird: Vielleicht gibt es bald auch Bilder von oben, denn wir haben uns eine Fotodrohne zugelegt: Die DJI Mavic Pro. Leider hatte die sofort beim ersten Flug einen GPS-Fehler und wir konnten nur ein einziges Foto schießen. Von oben sieht er richtig klein aus 😉 und ja, trotz Berg und Bäumen gehört das immer noch zu Hamburg…

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Laut DJI soll der Reparaturprozess 10 – 15 Werktage dauern. Es hat jedoch allein 10 Werktage gedauert, bis wir eine Empfangsbestätigung bekommen haben. Hoffentlich kommt der Vogel bald zurück. Wir brauchen ihn bald… denn in Kürze geht es los nach Sardinien!

Wir halten euch auf dem Laufenden.

Brasilien – Mekka der Kitesurfer

Nachdem ich euch ja schon über die An- und Abreise berichtet hatte, gibt es jetzt noch ein paar Zeilen zum eigentlichen Urlaub. Der Norden Brasiliens, genauer gesagt die Region nordwestlich von Fortaleza ist bei Kitesurfern schon lange kein Geheimtipp mehr. Aufgrund der geografischen Lage und lokaler Effekte ist es dort in der zweiten Jahreshälfte durchweg sehr windig, dazu sonnig mit warmer Luft und warmen Wasser.

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Ich bin diesmal mit zwei Freunden unterwegs. Wir haben eine Unterkunft in Barra Grande gebucht und einen Transfer vom Flughafen dorthin organisiert. Wir laden das Kitegepäck auf den SUV und fahren los. img_7622Die Fahrt vom Flughafen dauert gute sieben Stunden. Unterwegs machen wir einen Halt zum Essen. Vom Buffet an der Straße ist für jeden was dabei und für umgerechnet drei Euro werden wir satt. In Camocim müssen wir umsteigen. Die Autos werden getauscht und das Gepäck auf einen andern SUV umgeladen. Keine Ahnung warum, aber wir kommen schließlich sicher in Barra Grande an und können sogar noch unseren ersten Caipi trinken. Die Unterkunft liegt direkt am Strand. Wir wohnen in Stelzenhäusern und aufgrund des Windes gibt es sogut wie keine Mücken.

Besonders gut gefällt mir, dass die Straßen aus Sand sind und ich die ganze Zeit barfuß laufen kann. img_7782img_7780In den nächsten Tagen gehen wir sehr viel Kiten – dazu sind wir schließlich hier. Die Kiterwelt ist mittlerweile so klein geworden, dass wir beim Frühstück ausschließlich auf Bekannte treffen: drei Freundinnen aus Berlin/München, zwei Pärchen aus Hamburg und eines aus den Niederlanden. Die Pousada ist quasi fest in unserer Hand 😉

Direkt vor der Tür können wir aufs Wasser. Je nach Tidenstand ergeben sich andere Bedingungen. img_7640img_7663k-_dsc0157k-_dsc0171

Bei Flut kann man in der ca. 2 Kilometer entfernten Lagune Flachwasser genießen, muss aber abends die Strecke auch wieder zurück kreuzen, wenn man nicht 50 Real für den Transfer per Eselkarren zahlen möchte. img_7757Zeitlich zwischen Ebbe und Flut fährt man noch ein Stück weiter und landet nach Überqueren der Flussmündung in Macapa. Unzählige Sanddünen umgeben von Flachwasser ergeben ebenfalls einen unglaublichen Spielplatz für Kiter. Mittags findet man hier sogar eine Möglichkeit, etwas zu essen oder zu trinken. Daher hat man besser immer etwas Geld in der Badehose. img_7720img_7683img_7707img_7694img_7686img_7684

In Barra Grande gibt es viele Möglichkeiten Essen zu gehen. Wir sind entweder im Manga Rosa, wo es diesmal das beste Filet Mignon gibt oder im Bandoleiros mit den besten Caipis. Genau dazwischen kann die Eisdiele gut an uns verdienen. Eis mit Ovomaltine-Geschmack sag ich nur. img_7644k-_dsc0120k-_dsc0180k-_dsc0182

Nach zehn Tagen geht es weiter zur nächsten Unterkunft in Tatajuba, in der Nähe von Jericoacoara. Dorthin geht es nur per 4×4. Von Camocim aus nehmen wir die Fähre (auf die nur ein Auto passt). Schon hier wären wir mit unserem LKW nicht weiter gekommen. img_7814img_7820img_7831img_7830Anschließend geht es offroad über feinen weißen Sand, trockene Flussbetten, über eine schmale Brücke (auch hier unmöglich für den LKW) und den letzten Rest am Strand entlang.

Diesmal wohnen wir in einer Pousada von KiteWorldWide. Und wieder treffen wir Bekannte aus den letzten Jahren. Besonders am Abend sieht der Pool einladend aus, aber wir haben es nie geschafft, den Abend einmal dort zu verbringen. Unser Appartement befindet sich direkt über dem Kitestorage, so dass wir einen herrlichen Ausblick über die gesamte Lagune haben. Ich hätte hier auch einfach jeden Tag sitzen und vom Balkon gucken können… aber wir sind ja zum Kiten hier! Je nach Tidenstand ergeben sich auch hier unterschiedliche Reviere…img_7910img_7909

Jeden Tag ist Wind, meistens so ab 11 Uhr. Zweimal fahre ich den 9er, sonst immer den 7er Vegas. Neben der Lagune vor der Haustür, welche gleichzeitig eine Art Flussmündung ist, gibt es etwas weiter eine zweite Lagune, die nur bei sehr hoher Tide voll wird. Wir haben den Urlaub extra so gelegt, dass wir bei Vollmond dort sind und Flut möglichst tagsüber ist. Vom Balkon aus kann ich ungefähr abschätzen, wann die Lagune voll läuft und bin dementsprechend meistens der erste dort, während die anderen sich schon auf der „normalen“ Lagune auspowern oder einen Downwinder machen. Das Wasser in der zweiten Lagune ist dann erst knapp zehn Zentimeter tief aber spiegelglatt. Ich habe meist nur zehn Minuten, bis jemand merkt, dass man da jetzt auch kiten kann, und es dauert nicht lange, bis noch jemand kommt. Den meisten ist es jedoch zu flach und sie verschwinden schnell wieder. In den nächsten Tagen steigt die Flut immer höher und es ist mehr Platz dort. Alle guten Fahrer wollen an der Wasserkante fahren und es wird langsam eng, auch wenn es nur fünf Leute sind. Weiter unten fahren auch ein paar Leute, so dass man bei hohen Sprüngen oder beim Loop schon gut aufpassen muss, dass die Bahn frei ist. Trotzdem ist es hier immer mega gut. Alle freuen sich, wenn jemandem etwas neues gelingt und jubeln teilweise sogar. Jeder gönnt dem anderen hier seinen Erfolg. Es macht echt Spaß, mit den Locals Blödsinn zu machen. Auf dem Wasser versteht man sich, auch wenn man der Sprache nicht mächtig ist.

Eine weitere Lagune liegt ein paar Kilometer im Landesinneren. Dort ist es sehr böig, aber es gibt Dünen, die bis an die Wasserkante heran reichen und mir wieder einen schönen Spielplatz bieten. Wie in Dakhla kann hier auf die Düne klettern und mit dem Kite herunterspringen. Auch wenn die Dünen hier nur 3 bis 5 Meter hoch sind, macht es trotzdem Spaß.img_7899

Man kann sich per Buggy auch bis nach Jericoacoara bringen lassen und dann mit dem Wind zurück kiten. Allerdings habe ich für mich festgestellt, dass mir das keinen Spaß mehr macht und ich lieber Druck auf der Kante und Flachwasser habe.img_7848img_7893img_7865img_7872

Mittlerweile kennt man alle anderen Gäste und es stellt sich schnell ein familiäres Gefühl ein. Auch hier schmecken die Caipis sehr gut, also ist das erste Getränk des Abends gesichert, noch bevor man sich umziehen kann. img_7923img_7912Neben dem Essen in unserer Pousada kann man noch in zwei kleine Fischerhütten ausweichen oder im Dorf bei den Einheimischen essen. Da wir uns aber nach dem täglichen Kiten kaum noch bewegen können, wählen wir immer die kürzeste Strecke. An unserem letzten Abend gibt es noch ein Lagerfeuer am Strand. img_7961img_7954

Die zehn Tage hier sind ebenfalls viel zu schnell vergangen. Nach drei Wochen muss ich zum ersten Mal wieder Socken und Schuhe anziehen. Allein das Barfußlaufen ist ein Grund, wiederzukommen.

Wieder in der (Service-)Wüste

Im November bin ich mit zwei Freunden, jedoch ohne Josi und ohne Beach Explorer zum Kitesurfen nach Brasilien geflogen. Allerdings war das zunächst gar nicht so einfach wie es klingt. Ich widme diesem Flugerlebnis daher einen Extrablog:

Der Hinflug

Am Tag vor dem Abflug höre ich auf dem Weg zur Arbeit wie immer Radio. In den Nachrichten wird bekannt gegeben, dass die Lufthansa ihren 13ten Streik in diesem Jahr (der nur bis heute dauern sollte) um einen Tag verlängert. Neeeeeiiiiiiiin! Das betrifft mich!

Gleich morgens rufe ich die Hotline an. Dort kann man mir noch nicht genau sagen, ob mein Flug auch betroffen ist. Ich soll um 10 Uhr erneut anrufen. Mein Telefonat um 10 Uhr (mit 20 minütiger Wartezeit) ergibt das gleiche wie zuvor. Ich soll um 14 Uhr noch einmal anrufen. Der Mitarbeiter am Telefon gibt mir noch den Hinweis, dass ich mir die APP „Check my trip“ herunterladen soll, dort meinen Flug angeben kann und immer auf dem Laufenden gehalten werde. Humbug: In der APP wird heute noch angezeigt, dass der Flug stattfindet/stattgefunden hat.

Na toll. Im Laufe des Tages versuche ich mehrfach, die Hotline oder andere Lufthansa-Telefonnummern zu erreichen. Mal wird nach langer Wartezeit automatisch aufgelegt, mal erscheint eine Ansage, dass ich später wieder anrufen oder die Internetseite nutzen soll. Da ich eigentlich alles über Condor gebucht habe, versuche ich es auch dort, allerdings ohne Erfolg, da der Zubringer bis Frankfurt durch Lufthansa erfolgt.

Da ich ja nun irgendwie bis zum nächsten Morgen nach Frankfurt kommen muss, buche ich mir kurzerhand selbst eine Bahnfahrkarte und Josi bringt mich schon am Vorabend zum Bahnhof. Wenn ich um 7 Uhr in Frankfurt ankommen will, bleibt mir erstmal keine bessere Alternative als die Nacht in einem fast leeren IC zu verbringen. Immer ein Auge auf das Surfgepäck, welches im Vorraum steht, da es zu groß für die Gepäckfächer ist.


Etwas übermüdet, aber ohne Umsteigen und ohne Verspätung (Danke Bahn!) komme ich am Frankfurter Flughafen an. Zum ersten Mal habe ich Business Class gebucht und freue mich, dass vor mir keine Schlange am Business Schalter ist. Leider dauert die Freude nicht allzu lang. Die nette Dame erklärt mir, dass das Flugzeug leider in Afrika einen Triebwerkschaden hatte und nun ein Ersatzflieger von Hifly (nie gehört) beschafft wurde. Dort gibt es leider keine Business Class. Grrrrrrr… na der Urlaub fängt ja gut an. Wenigstens erhalte ich ein Formular, mit dem ich mir den Mehrpreis zurück erstatten lassen kann. Und einen Gutschein für die Business Lounge (die noch zu hat, na geil) und einen Gutschein fürs Boardshopping. Ich soll was kaufen, was ich nicht brauche und es dann im Urlaub mit mir herum schleppen? Ich setze den Gutschein auf dem Rückflug ein… Wenigstens holt ein Mitarbeiter meine Boardbag direkt am Schalter ab und ich muss sie nicht selbst zum Sperrgepäck schleppen. Und in der downgegradeten Klasse gibt es trotzdem viel Platz, um sich ein paar Stunden Schlaf zu gönnen.



Der Flug klappt anschließend problemlos (ohne Entertainment, da nicht alle Fernseher funktionieren und die Super-8 Kasseten nur englisch sind). Wir kommen pünktlich an und das Gepäck ist auch vollständig. Hier mal ein Bild von der Entertainmentzentrale aus den 80er Jahren:


Im Urlaub treffen wir Freunde, die zwei Wochen vor uns den Rückflug antreten. Sie sind vom 14ten(?) Streik der Lufthansa betroffen. Ihre Angehörigen regeln die Umbuchungen für sie von Deutschland aus. Einer von ihnen hat mehr als 500(!) Mal bei der Hotline angerufen, bis er durchgekommen ist. Wahnsinn. Mittlerweile gibt es Facebookartikel, die die Lufthansa als Bodenhansa bezeichnen.

Der Rückflug:

Wir starten mit ca. 40 Minuten Verspätung, die wir jedoch komplett aufholen können. Sehr gut. Mein 50-minütiger Anschlussflug von Frankfurt nach Hamburg startet ebenfalls mit 40 Minuten Verspätung, weil die Crew noch nicht vollzählig ist! Ich habe Hunger. Josi und ich sind zum Frühstück verabredet, aber bis 11 Uhr schaffen wir es jetzt nicht mehr. Wir haben uns dann eine Alternative gesucht. Ein erneutes Danke an die Bodenhansa.

Die Rückabwicklung:

Auf dem Downgradeformular stand zum Glück drauf, wie man die Rückerstattung beantragt. Das habe ich bereits online in die Wege geleitet. Für die Rückerstattung des ausgefallenen Fluges habe ich nach zwanzig Minuten in der Bodenhansa-Warteschleife die Auskunft, dass ich das bei Condor reklamieren muss, da ich alles über Condor gebucht habe. Nach weiteren zehn Minuten in der kostenpflichtigen Condor-Warteschleife bekam ich die Auskuft, dass ich das auf der gleichen Seite reklamieren soll, auf der ich bereits das Downgrade reklamiert habe. Zu den zwei Reklamationen habe ich jetzt nur eine Eingangsbestätigung erhalten. Eine fehlt noch… mal sehen, wie das endet und ob sich da überhaupt etwas tut in dieser Wüste. Sandwüsten sind mir lieber…