Kreuz und quer durch Dänemarks Norden

Dieses Mal haben wir etwas mehr als eine Woche Zeit, um unser Lieblingsland zu bereisen. Da gleichzeitig Herbstferien in Hamburg und Niedersachsen sind, wollen wir aber weiter in den Norden als sonst, um den anderen Touris zu entgehen, was auch ganz gut klappt.

Zunächst fahren wir zum Limfjord und treffen uns mit Annika und Helge in Ejerslev. Hier kommt der Ostwind gut an und die Kulisse ist auch ziemlich klasse. Rechts und links vom Spot erhebt sich eine kleine Steilküste, die vom Wasser aus sehr beeindruckend aussieht. Am nächsten Tag reicht der Wind nur für das Foilboard. Also habe ich den Fjord für mich allein und mache eine kleine Tour, um die Gegend zu erkunden. Als ich das Auto nicht mehr sehen kann, aber mittlerweile an einer kleinen Insel vorbei gekreuzt bin, erreiche ich die Marina Ejerslev. Wie im Bilderbuch stehen ein paar schnuckelige Hütten in einer kleine Senke umringt von der Steilküste. Dazu noch Sonne. Mega. Ich mache mich auf den Rückweg, denn wir wollen noch 130 Kilometer bis zur Ostküste fahren. Dort ist die nächsten zwei Tage Wind angesagt. Auf dem Stellplatz der Marina Voerså wird unser neuer Grill eingeweiht. Da es schnell dunkel wird, hänge ich die Lichterkette unter die Markise. Ein Däne fährt vorbei und wünscht „Merry Christmas“.


Passend zur Jahreszeit haben wir auch neue Halloween Deko im Supermarkt gefunden.


Am nächsten Tag gehen wir hier aufs Wasser. Eigentlich ein unglaublich großer, stehtiefer Flachwasserspot, aber es ist kaum Wasser da. Wir müssen bis zur Sandbank laufen, bevor wir starten können. Nachmittags fängt es dann noch an zu regnen. Auch den ganzen nächsten Tag regnet es. Das Wasser ist wieder da, aber bei dem Wetter hat keiner Lust, raus zu gehen.


Die restliche Woche ist Westwind angesagt. Wir fahren quer durchs Land an die Westküste, nach Løkken. Als wir endlich einen Übernachtungsplatz gefunden haben, stellen wir mit Schrecken fest, dass unser großes Fenster undicht geworden ist. Das ist jetzt schon das zweite, das der Kabinenhersteller versaut hat. Noch im Dunkeln und im Regen klebe ich das Fenster notdürftig ab. Als der Regen am nächsten Tag eine Pause einlegt, mache ich das nochmal etwas ordentlicher. Das muss halten, bis wir wieder zu Hause sind.


Jetzt können wir uns endlich dem Strand widmen. Fast überall hier in der Jammerbucht darf man mit dem Auto auf dem Strand fahren. Und zwar von Ort zu Ort. Da wir einen Downwinder mit dem Kite machen wollen, fahren wir die 15 Kilometer erstmal ab um zu gucken ob wir überall durchkommen. Das erste Hindernis ist eine kleine Brücke über eine Art Bach. Sie besteht aus zwei Baumstämmen, auf die quer Bohlen gelegt wurden. Ich traue mich zuerst nicht, da ich nicht weiß, ob die Brücke das Gewicht aushält. Dann versuchen wir es einfach. Josi geht voraus, und mich einzuweisen. Die Brücke ist so schmal, dass auf jeder Seite nur ein bis zwei Zentimeter Luft sind. Das hat dann aber gut funktioniert. Der weitere Weg am Strand entlang ist einfach zu befahren. Allerdings muss man öfter mal durch ablaufendes Wasser fahren, welches eine tiefe Furche in den Strand gegraben hat. Ein Absatz ist dann doch ziemlich tief, so dass es beim Hinunterfahren so viel schaukelt, dass unsere Klamotten aus dem hinteren Schrank heraus fallen.


Als wir am nächsten Tag die Strecke erneut fahren, wird uns die Brücke fast zum Verhängnis. Der Regen beziehungsweise die dadurch entstandene Strömung im Bach hat auf der anderen Seite der Brücke einen halben Meter Sand weggespült. Als wir langsam über die Brücke fahren, bleiben die Vorderräder in diesem Loch auf der anderen Seite stecken und die Hinterräder drehen auf der nassen Holzbrücke durch. Ich schalte die Mitteldifferenzialsperre ein. Dadurch wird die Kraft unabhängig voneinander auf beide Achsen übertragen und die Vorderräder können sich so aus dem Loch befreien. Wie immer in solchen Situationen war es so aufregend, dass wir davon leider keine Fotos gemacht haben. Wir fahren am Strand bis nach Blokhus und starten von dort mit den Kites zurück nach Løkken.


Nachdem es nachts wieder geregnet hat, fahren wir am nächsten Morgen zum nördlichsten Punkt unserer Tour, um uns den Leuchtturm Rubjerg Knude anzusehen. Das besondere an diesem Leuchtturm ist, dass er langsam von einer Düne überwandert wird. Ursprünglich stand er zweihundert Meter von der Küste entfernt. Das Meer holt sich hier jedoch immer mehr Land zurück. Viel Zeit bleibt nicht mehr, bis der Turm irgendwann ins Meer stürzen wird.

Nachmittags kiten wir noch einmal die Strecke von Blokhus nach Løkken und machen uns dann auf dem Weg in Richtung Hanstholm. In dem kleinen Ort Ræhr kurz davor gibt es den Thy Mini Camping an einem Angelsee. Eine sehr liebevoll hergerichtete Anlage, in der man gut einen Zwischenstopp einlegen kann. Inklusive kostenlosem W–Lan.  
Bis zur nächsten Bucht bei Vigsø sind es nur sechs Kilometer. Hier sind wir zunächst wieder allein, erst später kommen noch ein paar andere Kiter dazu. Der Wind frischt so stark auf, dass ich unseren kleinsten Kite fliegen muss, was eigentlich nur einmal im Jahr vorkommt. Die angesagte Wellenhöhe von drei Metern passte später auch. Sehr viel Strömung war leider auch drin. Trotzdem ein toller Tag auf dem Wasser.


Wir flüchten vor dem Sturm nach Krik, in der Hoffung, dort windgeschützt auf dem Camping stehen zu können. Der hat aber leider schon geschlossen, wie so viele andere, bei denen wir vorbeigeguckt haben. Also parken wir vor dem Platz, mit der Nase gegen den Wind, damit es nachts nicht so viel schaukelt. Auch Helge und Annika parken später noch um. Trotzdem haben die Windböen so einen Lärm gemacht und am Auto gerüttelt, dass wir kaum geschlafen haben. Am nächsten Tag hört der Regen kurz auf und wir werden mit einer schönen Session auf dem Wasser belohnt. Hinter der Mole ist das Wasser spiegelglatt, so dass man dort super abspringen kann. Langsam füllt sich der Parkplatz und es wird voller auf dem Wasser.


Wir haben genug für heute und fahren zum nächsten Spot etwas weiter nach Süden. Aufgrund des Sturms ist die Fähre nach Thyborøn außer Betrieb, was einen Umweg von über einer Stunde bedeutet. Schließlich finden wir einen windgeschützten Übernachtungsplatz zwischen ein paar Bäumen und Büschen, wo wir die nächste stürmische Nacht verbringen. Windstärke 10 – 12 lässt uns aber erneut nicht ganz entspannt durchschlafen.


Am Secret Spot darf man nur bis Anfang Oktober Kiten, daher weichen wir zum Secret Spot 2 aus. Hier sorgt eine Landzunge ebenfalls für spiegelglattes Wasser. Heute ist sie so schmal dass man sogar drüber springen kann. Der strahlend blaue Himmel sorgt zusätzlich für gute Laune und wir haben erneut eine Megasession ganz allein auf dem Wasser.


Mit diesem tollen Abschluss, verabschieden wir uns aus Dänemarks Norden. Abends treffen wir noch Freunde, mit denen wir am nächsten Tag nach Vejers (Auto–)Strand fahren. Hier hat Josi mit ihrem Lieblingskite, dem 11er GTS4, noch mal richtig Spaß in den Nordseewellen, bevor wir endgültig die Heimreise nach Hamburg antreten.

Hier noch eine Karte dazu, allerdings ohne Anreise/Abreise und Secret Spots 😉

So schøn ist Møn

Wir haben eine Woche Urlaub und wollen wieder nach Dänemark. Aber nicht wie sonst nach Jütland, sondern nach Seeland. Die Fähre fährt von Rostock nach Gedser. Von hier dauert es noch eine knappe Stunde Autofahrt über die durch Brücken verbundenen Inseln Falster und Farø bis Bogø.


Dort steht unser Ferienhaus, denn diesmal ist Josis Familie mit dabei und dafür ist unser Explorer zu klein. Die Insel Bogø ist ebenfalls sehr klein und durch einem Damm mit Møn verbunden. Unser erstes Ziel ist folglich ein Besuch der berühmten Kreidefelsen. Wir parken am Wegesrand und wandern durch das Tal Jydelejet, bis sich vor uns die Küste mit den Kreidefelsen eröffnet.


Kaum habe ich die Drohne gestartet, um ein paar Bilder zu knipsen, ist auch schon der Parkranger da. Er wollte mich eigentlich darüber aufklären, dass ich hier aufgrund seltener Vögel (Brutgebiet von Wanderfalken) nicht fliegen darf. Jedoch war er erst seit kurzem im Amt und wusste nicht, dass das Flugverbot seit zwei Wochen nicht mehr gilt. Ungewohnt, aber auch gut, dass in Dänemark jetzt schon Schilder stehen, die das Fliegen mit Drohnen regulieren.


Oben auf den Klippen gibt es sehr viele Wanderwege, durch den Wald oder unten an der Steilküste entlang. Wir entscheiden uns für einen circa drei Kilometer langen Weg, der uns auch über den Aborrebjerg führt, welcher mit 143 Metern ü.NN der höchste Punkt Møns ist.


Der Wind, der sonst immer zuverlässig während unserer Arbeitszeit weht, hat scheinbar auch ne Woche Urlaub eingelegt. Wenigstens lässt er sich zwei Mal schwach blicken und es reicht für die großen Kites. Zuerst versuchen wir es in Vordingborg mit dem Foil, jedoch ist zu viel Seegras im Wasser. Der Wind reicht zum Glück auch gerade so für den 13er Kite und ein normales Board. Josi gelingen trotzdem wirklich gute Fotos von mir.


Abends kann Josi noch kurz vor Bogø in schönem Flachwasser ihre Bahnen ziehen. Der Spot ist stehtief und bekannt für sein glattes Wasser auf der ablandigen Seite und die dänischen Kiter kommen sogar extra aus dem 100 Kilometer entfernten Kopenhagen hierher. Man kann auf beiden Seiten der Straße kiten und somit jede Windrichtung abdecken.

Am nächsten Tag kommen wir beide nochmal in Gedser bei der Marina aufs Wasser. Ich versuche mit dem Foil bis zur Sandbank hinaus zu fahren, aber das ganze Gebiet ist so flach, dass ich nur bis kurz hinter die Fahrrinne komme, bevor ich mit dem Foil stecken bleibe. Also wieder zurück ins Tiefe. Zumindest ist hier weniger Seegras im Wasser.

Die restliche Woche verbringen wir mit Relaxen in der Spätsommersonne, Lesen, Drohne fliegen und Spazieren Gehen. Auf der kleinen Insel Bogø gibt es sogar eine  Mühle und die alte Fähre „Ida“, die noch komplett aus Holz besteht.

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Am Abreisetag kommt dann tatsächlich noch etwas Wind. So kommen wir beide wenigstens mit den großen Kites noch einmal aufs Wasser. Leider nur mit den normalen Boards und nicht mit dem Foil, denn das Seegras wächst sogar weiter draußen bis unter die Wasseroberfläche, sodass ich mit dem langen Schaft unter dem Board keine Chance habe.

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Unser Rückweg führt uns dann von Rødby entlang der Vogelfluglinie nach Puttgarden. Wir sind eine Stunde zu früh beim Check In der Fähre. Obwohl wir eine feste Buchung für 17 Uhr haben, können wir direkt auf die 16 Uhr-Fähre durchfahren. Als wir den Motor abstellen und austeigen, sind die Türen geschlossen und das Schiff hat schon abgelegt. Deja vu: Genauso war es auf der Rückreise von Marokko. Als letztes Auto eine Fähre früher erwischt als geplant. Von Puttgarden brauchen wir noch zwei Stunden bis nach Hause.

Exploring Fanø

Letztes Wochenende haben wir mal wieder Neuland betreten bzw. befahren, denn wir waren zum ersten Mal auf der dänischen Insel Fanø. Von Deutschland aus gesehen ist es nach Rømø und Mandø die dritte dänische Nordseeinsel. Während man die ersten beiden bequem auf dem Land bzw. Ebbevej erreichen kann, muss man von Esbjerg aus mit der Fähre fahren, um Fanø zu erreichen.
Die Fähre kann man nicht reservieren, aber sie fährt so oft, dass wir nur kurz warten müssen. Gleich die zweite hat Platz für unseren LKW, der auch mit circa 55 Euro für Hin- und Rückweg als LKW berechnet wird, weil es ab Werk kein Womo war. Die 6 Wartespuren sind allerdings so schmal, dass wir nicht ganz in die Spur passen und es sehr eng wird. Aber passt.

Bei Sonnenuntergang erreichen wir nach zehn Minuten die Insel.


Der erste Campingplatz Rødgård Camping möchte uns nicht für eine Nacht, das sei nicht rentabel genug. Na gut! Beim nächsten Feldberg Familie Camping können wir uns sofort einen Platz aussuchen, nehmen aber den offiziellen Womostellplatz auf einer Wiese vor dem Gelände. Dort steht auch nur ein anderes Womo.

Am nächsten Tag fahren wir zunächst den Strand von Norden (Fanø Bad) bis Süden (Sønderho) ab und sind … etwas … enttäuscht. Es schwärmen so viele Menschen von diesem Strand, aber uns gefällt Rømø deutlich besser. Hier ist fast der ganze Strand eine festgefahrene Piste, noch dazu vor allem bei Flut viel schmaler. In dem Bereich, in dem Kitesurfen und Buggyfahren erlaubt sind, ist auch der Sand nicht so schön wie etwas weiter im Norden. Keine Frage, es gibt natürlich viiiiiiieeeel schlimmere Strände.

Gut gefallen hat uns, dass es nicht so voll ist. Scheinbar schrecken die Fährüberfahrt und die etwas weitere Anreise die Menschenmassen ab. Wir gucken uns auch noch das schnuckelige Örtchen Sønderho an, in dem noch viele schöne, alte Häuschen stehen.

Diesmal entscheiden wir uns für den Strandcamping Feldberg. Der liegt zwar nicht am Strand und die Wege sind alle wieder mega schmal, so dass wir beim Abbiegen rangieren müssen, aber der Besitzer ist wirklich sehr nett: Leg einfach deine Campingcard hier hin und such dir einen Platz aus. Nein, ich muss die Nummer nicht wissen. Und bei der Abreise: Wie viele Nächte waren das? Hattet ihr Strom? Ne, ich kann nur Bargeld, aber Euro geht auch. Sehr entspannt…


Nach einem ebenfalls entspannten Frühstück am Strand haben wir uns dann im Osten und Norden noch ein paar alte Bunker angesehen, wobei wir auch ein paar Meter wirklich offroad fahren konnten. Da wir aber nicht wussten, ob das legal ist, sind wir nach kurzer Strecke wieder umgedreht.

Auf dem Weg zu den nördlichen Bunkern, die man bei Google Maps nur noch als Umrisse auf der Karte sehen kann, mussten wir durch den Ort Nordby fahren. Unser Navi hat uns durch den Nordre Engvej gelotst. Der Name lässt ja schon vermuten, dass es eng wird. Aber man fragt sich jedesmal: Ob das der richtige Weg ist? Wo gehts denn hier weiter? Enge Gassen und scharfe Kurven. Zum Glück alles ohne Gegenverkehr, aber die Anwohner haben sich schon gewundert, warum da ein lauter LKW durch ihren Vorgaten fährt, links halb in der Hecke, damit rechts die Markise nicht am Reetdach hängen bleibt. Na gut, wir hatten rechts noch 2-4 cm Platz. Aber mir war ordentlich warm geworden bei der Aktion. Natürlich hat so schnell auch niemand Fotos für den Blog gemacht.

Als wir am Hafen vorbeifahren, trauen wir unseren Augen nicht. Die Schlange vor der Fähre zieht sich tatsächlich durch den ganzen Ort. Wo kommen denn auf einmal diese ganzen Menschen her? Das ist ja wie auf Sylt! Merke: Nie Sonntags mit der Masse abreisen.

Auf dem Rückweg machen wir bei Ribe einen Abstecher zur Sluse (Schleuse). Es ist für uns leider wirklich ein Abstecher und kein Rundweg, denn die Brücke trägt nur 2 Tonnen. Allerdings darf man hier uneingeschränkt parken, was wir mal in Hinterkopf behalten, falls wir mal einen Übernachtungsplatz in der Nähe brauchen.

Fazit Fanø: Süße Insel, ja auch schöner Strand, Campingplatzleute alle nett (auch dort, wo wir nicht geblieben sind), sehr wenig Wohnmobile (circa 10 am ganzen Wochenende gesehen), Kiten geht natürlich auch, viele Radfahrer, uns reicht aber, einmal dort gewesen zu sein.

Brasilien – Mekka der Kitesurfer

Nachdem ich euch ja schon über die An- und Abreise berichtet hatte, gibt es jetzt noch ein paar Zeilen zum eigentlichen Urlaub. Der Norden Brasiliens, genauer gesagt die Region nordwestlich von Fortaleza ist bei Kitesurfern schon lange kein Geheimtipp mehr. Aufgrund der geografischen Lage und lokaler Effekte ist es dort in der zweiten Jahreshälfte durchweg sehr windig, dazu sonnig mit warmer Luft und warmen Wasser.

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Ich bin diesmal mit zwei Freunden unterwegs. Wir haben eine Unterkunft in Barra Grande gebucht und einen Transfer vom Flughafen dorthin organisiert. Wir laden das Kitegepäck auf den SUV und fahren los. img_7622Die Fahrt vom Flughafen dauert gute sieben Stunden. Unterwegs machen wir einen Halt zum Essen. Vom Buffet an der Straße ist für jeden was dabei und für umgerechnet drei Euro werden wir satt. In Camocim müssen wir umsteigen. Die Autos werden getauscht und das Gepäck auf einen andern SUV umgeladen. Keine Ahnung warum, aber wir kommen schließlich sicher in Barra Grande an und können sogar noch unseren ersten Caipi trinken. Die Unterkunft liegt direkt am Strand. Wir wohnen in Stelzenhäusern und aufgrund des Windes gibt es sogut wie keine Mücken.

Besonders gut gefällt mir, dass die Straßen aus Sand sind und ich die ganze Zeit barfuß laufen kann. img_7782img_7780In den nächsten Tagen gehen wir sehr viel Kiten – dazu sind wir schließlich hier. Die Kiterwelt ist mittlerweile so klein geworden, dass wir beim Frühstück ausschließlich auf Bekannte treffen: drei Freundinnen aus Berlin/München, zwei Pärchen aus Hamburg und eines aus den Niederlanden. Die Pousada ist quasi fest in unserer Hand 😉

Direkt vor der Tür können wir aufs Wasser. Je nach Tidenstand ergeben sich andere Bedingungen. img_7640img_7663k-_dsc0157k-_dsc0171

Bei Flut kann man in der ca. 2 Kilometer entfernten Lagune Flachwasser genießen, muss aber abends die Strecke auch wieder zurück kreuzen, wenn man nicht 50 Real für den Transfer per Eselkarren zahlen möchte. img_7757Zeitlich zwischen Ebbe und Flut fährt man noch ein Stück weiter und landet nach Überqueren der Flussmündung in Macapa. Unzählige Sanddünen umgeben von Flachwasser ergeben ebenfalls einen unglaublichen Spielplatz für Kiter. Mittags findet man hier sogar eine Möglichkeit, etwas zu essen oder zu trinken. Daher hat man besser immer etwas Geld in der Badehose. img_7720img_7683img_7707img_7694img_7686img_7684

In Barra Grande gibt es viele Möglichkeiten Essen zu gehen. Wir sind entweder im Manga Rosa, wo es diesmal das beste Filet Mignon gibt oder im Bandoleiros mit den besten Caipis. Genau dazwischen kann die Eisdiele gut an uns verdienen. Eis mit Ovomaltine-Geschmack sag ich nur. img_7644k-_dsc0120k-_dsc0180k-_dsc0182

Nach zehn Tagen geht es weiter zur nächsten Unterkunft in Tatajuba, in der Nähe von Jericoacoara. Dorthin geht es nur per 4×4. Von Camocim aus nehmen wir die Fähre (auf die nur ein Auto passt). Schon hier wären wir mit unserem LKW nicht weiter gekommen. img_7814img_7820img_7831img_7830Anschließend geht es offroad über feinen weißen Sand, trockene Flussbetten, über eine schmale Brücke (auch hier unmöglich für den LKW) und den letzten Rest am Strand entlang.

Diesmal wohnen wir in einer Pousada von KiteWorldWide. Und wieder treffen wir Bekannte aus den letzten Jahren. Besonders am Abend sieht der Pool einladend aus, aber wir haben es nie geschafft, den Abend einmal dort zu verbringen. Unser Appartement befindet sich direkt über dem Kitestorage, so dass wir einen herrlichen Ausblick über die gesamte Lagune haben. Ich hätte hier auch einfach jeden Tag sitzen und vom Balkon gucken können… aber wir sind ja zum Kiten hier! Je nach Tidenstand ergeben sich auch hier unterschiedliche Reviere…img_7910img_7909

Jeden Tag ist Wind, meistens so ab 11 Uhr. Zweimal fahre ich den 9er, sonst immer den 7er Vegas. Neben der Lagune vor der Haustür, welche gleichzeitig eine Art Flussmündung ist, gibt es etwas weiter eine zweite Lagune, die nur bei sehr hoher Tide voll wird. Wir haben den Urlaub extra so gelegt, dass wir bei Vollmond dort sind und Flut möglichst tagsüber ist. Vom Balkon aus kann ich ungefähr abschätzen, wann die Lagune voll läuft und bin dementsprechend meistens der erste dort, während die anderen sich schon auf der „normalen“ Lagune auspowern oder einen Downwinder machen. Das Wasser in der zweiten Lagune ist dann erst knapp zehn Zentimeter tief aber spiegelglatt. Ich habe meist nur zehn Minuten, bis jemand merkt, dass man da jetzt auch kiten kann, und es dauert nicht lange, bis noch jemand kommt. Den meisten ist es jedoch zu flach und sie verschwinden schnell wieder. In den nächsten Tagen steigt die Flut immer höher und es ist mehr Platz dort. Alle guten Fahrer wollen an der Wasserkante fahren und es wird langsam eng, auch wenn es nur fünf Leute sind. Weiter unten fahren auch ein paar Leute, so dass man bei hohen Sprüngen oder beim Loop schon gut aufpassen muss, dass die Bahn frei ist. Trotzdem ist es hier immer mega gut. Alle freuen sich, wenn jemandem etwas neues gelingt und jubeln teilweise sogar. Jeder gönnt dem anderen hier seinen Erfolg. Es macht echt Spaß, mit den Locals Blödsinn zu machen. Auf dem Wasser versteht man sich, auch wenn man der Sprache nicht mächtig ist.

Eine weitere Lagune liegt ein paar Kilometer im Landesinneren. Dort ist es sehr böig, aber es gibt Dünen, die bis an die Wasserkante heran reichen und mir wieder einen schönen Spielplatz bieten. Wie in Dakhla kann hier auf die Düne klettern und mit dem Kite herunterspringen. Auch wenn die Dünen hier nur 3 bis 5 Meter hoch sind, macht es trotzdem Spaß.img_7899

Man kann sich per Buggy auch bis nach Jericoacoara bringen lassen und dann mit dem Wind zurück kiten. Allerdings habe ich für mich festgestellt, dass mir das keinen Spaß mehr macht und ich lieber Druck auf der Kante und Flachwasser habe.img_7848img_7893img_7865img_7872

Mittlerweile kennt man alle anderen Gäste und es stellt sich schnell ein familiäres Gefühl ein. Auch hier schmecken die Caipis sehr gut, also ist das erste Getränk des Abends gesichert, noch bevor man sich umziehen kann. img_7923img_7912Neben dem Essen in unserer Pousada kann man noch in zwei kleine Fischerhütten ausweichen oder im Dorf bei den Einheimischen essen. Da wir uns aber nach dem täglichen Kiten kaum noch bewegen können, wählen wir immer die kürzeste Strecke. An unserem letzten Abend gibt es noch ein Lagerfeuer am Strand. img_7961img_7954

Die zehn Tage hier sind ebenfalls viel zu schnell vergangen. Nach drei Wochen muss ich zum ersten Mal wieder Socken und Schuhe anziehen. Allein das Barfußlaufen ist ein Grund, wiederzukommen.

Wieder zu Hause – in Dänemark

Der Hof bei Marcos Eltern eignet sich super als Wohnmobil-Servicestation. Unser Beach Explorer wird zwei Tage lang von innen und außen gereinigt und bekommt die erste Unterbodenwäsche seit langem. Hinterher sieht der Hof aus wie das Tor zur Sahara, aber zum Glück regnet es ja bald wieder 😉

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Wir bekommen spontan noch einen Termin beim Reifenhändler und lassen für kleines Geld die Räder einmal von vorn nach hinten tauschen, denn vorn ist mittlerweile viel mehr Profil abgefahren als hinten.

Es ist noch mitten in der Woche, aber unsere Wohnung vermissen wir so gar nicht. Da Marco erst Montag wieder arbeiten muss, fahren wir … naja nicht nach Hause in unsere Wohnung, sondern direkt durch bis nach Dänemark. Wir sind wieder zu Hause – in unserem Dänemark, auf Römö.

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Hier treffen wir unsere Freunde Helge und Annika wieder, die sich während unserer Abwesenheit um unsere Wohnung gekümmert haben. Dafür an dieser Stelle nochmal ein dickes Dankeschön! Wir gehen bei super Bedingungen aufs Wasser und im Vergleich zu Portugal sehen das Meer und die Wellen hier echt niedlich aus.

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Abends machen wir uns auf dem besten Stellplatz der Insel breit, grillen mal wieder und gucken in einem nagelneuen Aufenthaltsraum noch das Fußballspiel Deutschland – Italien.

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Mit diesem Wochenende in Dänemark endet unsere knapp vier Monate lange Reise. Nach 15000 Kilometern, in denen wir durch 9 Länder gefahren sind, kommen wir Sonntag Abend wieder zu Hause in Hamburg an. Merkwürdig, wieder in der Wohnung zu sein. Auf dem Bett liegt noch die Winterdecke, der Geruch der Wohnung ist ungewohnt. Auf dem Balkon wachsen mittlerweile Blumen aus den Bodenfliesen heraus.

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Liebe Mitleser und Follower, dies war vorerst unser letzter Blog, denn unsere Reise ist nun erstmal zu Ende. Vielen Dank an euch, dass ihr euch die Zeit genommen habt, uns in den letzten Monaten zu begleiten. Wir haben viele positive Rückmeldungen zum Blog erhalten und hoffen deshalb, dass es euch gefallen hat. Der Blog hat uns geholfen, das Erlebte nochmals in Erinnerung zu rufen und nicht sofort unter den ständig neuen Erlebnissen zu vergraben.

Bedanken wollen wir uns vor allem bei KiteWorldWide und deren Partnern, die wir unterwegs kennengelernt haben. Ohne die Unterstützung an den Surfspots in Dakhla, Essaouira und Tarifa wäre die Reise nur halb so schön gewesen.

Die nächste Reise mit dem Beach Explorer werden wir natürlich für euch (und uns) wieder bloggen.

Zurück in die Zukunft

Gestern Abend kamen plötzlich ungewöhnliche Geräusche vom Dach. Als ich nachsehe, sind jede Menge Maikäfer unterwegs, von denen einige auf dem Dach gelandet sind. Allerdings sind die so ungeschickt, dass keiner ordentlich landen kann und einige nun auf dem Rücken auf dem feuchten Dach liegen und herumzappeln.

Der letzte Morgen in Portugal startet sehr nebelig. Das hatten wir öfter hier an der Küste und wissen, dass die Sonne bald durchkommen wird. Wir schaffen es heute, relativ früh (kurz nach zehn Uhr morgens) loszufahren. Gleichzeitig ist der Nebel verschwunden und es wird richtig warm. Wir sind auf der sehr guten Autobahn auf dem Weg zur spanischen Grenze. Es sind ungefähr zweihundert Kilometer durch eine schön grüne, bergige Landschaft. Die Straße schlängelt sich hoch und runter bis auf eine Höhe von 900 Metern, wobei es nie mehr als 6% Steigung oder Gefälle gibt. Wir sind also mit 50 – 105 Kmh unterwegs und es ist sehr wenig Verkehr. Die Landschaft erinnert an den Harz oder das Alpenvorland.

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Schließlich erreichen wir Spanien, was man nur daran merkt, dass die Autobahn kurz aufhört, und man kurz danach auf einer anderen Autobahn weiterfährt. Ach ja, da war noch etwas: Die Zeitumstellung. Hier ist es eine Stunde später als in Portugal.

Wir durchqueren halb Spanien über Salamanca und Burgos in Richtung Südfrankreich. Die Autobahn ist erneut sehr gut, sehr leer und mautfrei. Soweit das Auge reicht erstrecken sich Felder über weite, ebene Flächen und wir fahren den ganzen Tag in einer Höhe von ungefähr 800 Metern über dem Meeresspiegel. Wir wussten gar nicht, dass das Land so hoch liegt. Es gibt auch kaum größere Städte, alles wirkt sehr landwirtschaftlich geprägt. Heute ist gefühlt der heißeste Tag unserer ganzen Reise und wir wundern uns, dass hier überhaupt etwas wächst. Allerdings wird fast überall bewässert. Kurz nach 21 Uhr sehen wir auf einem Display, welches abwechselnd die Zeit und die Temperatur anzeigt, dass es immer noch 34 Grad sind. Wir nähern uns San Sebastian, wollen aber erst morgen die Grenze zu Frankreich überqueren, also übernachten wir nach 800 Kilometern auf einem Stellplatz in Tolosa. Es ist immer noch so warm, dass wir kaum Hunger haben und über Nacht alle Fenster maximal öffnen. Wir schlafen auch zum ersten Mal ohne Decke. Irgendwann nachts wird es dann etwas angenehmer, was aber am nächsten Morgen schon wieder vorbei ist. Wir verlassen unsere Reiseflughöhe durch ein Gebirge, das nun den Alpen ähnelt. Es geht schnell hinunter, ich stehe nur noch auf der Motorbremse. Kurz vor der Grenze tanken wir noch einmal voll. Diesel kostet heute sagenhafte 93,9 Cent pro Liter, bis jetzt der beste Preis in Europa. In Spanien fahren wir noch zwei Stunden auf einer ebenfalls sehr guten, aber teuren Autobahn bis zur Dune du Pyla bei Arcachon.

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Unsere Freunde Frohmut und Bo sind öfter in Frankreich unterwegs und haben uns den Campingplatz Panorama du Pyla empfohlenen. In der Hitze haben wir keine Lust, auf die Suche nach einem kostenlosen Platz zu gehen, also folgen wir der Empfehlung und wirklich: Man hat von hier eine unglaubliche Aussicht auf die große Düne direkt nebenan und auf das Meer mit seinen vielen Sandbänken. Für das Einparken zwischen den Bäumen ist wieder mal Genauigkeit gefragt.

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Im Fahrerhaus sind es mittlerweile 42 Grad Celsius, draußen im Schatten 38. Wir wollen ins Wasser, müssen aber feststellen, dass es bei Windstille in der Hitze nicht möglich ist, den Weg die Düne hinunter und später wieder hinauf zu schaffen, ohne zu verdursten oder einen Hitzeschlag zu bekommen. Also gehen wir zum Pool, wo wir uns den restlichen Tag aufhalten, und immer wieder abkühlen. Nach einem letzten Bilderbuchsonnenuntergang am Atlantik quatschen wir noch mit unseren französischen Nachbarn, bis uns der Platzwart um zwei auf die Nachtruhe aufmerksam macht 😉

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Am nächsten Tag gibt es leichte Thermik und die Gleitschirmflieger nutzen den Aufwind an der Düne. Ich schreibe auf die Merkliste: Googlen wo man sowas bei uns machen kann und einen Kurs machen.

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Nachmittags machen wir uns auf den Heimweg. Wir starten spät, weil wir in die kühle Nacht hinein fahren wollen. Der Plan geht auf. Die Autobahn ist sehr gut, leer und zum Großteil ohne Maut. Stau gibt es nur am Anfang um Bordeaux herum. Solange es hell ist, ist die Landschaft wieder schön hügelig und sehenswert. In Frankreich gibt es Unmengen von kostenlosen Stellplätzen und so finden wir kurz vor zwei in irgendeinem Dorf mitten im Land einen ruhigen Platz für die Nacht. Hier scheint die Zeit stehengeblieben zu sein. Alles sieht noch aus wie vor 50 Jahren. Nach einem weiteren Fahrtag landen wir schließlich wieder in Deutschland. Wir sind wieder da! Nach knapp vier Monaten ein merkwürdiges Gefühl. Man kann wieder alles lesen und verstehen. In dem kleinen Ort Waldkirch bei Freiburg stellen wir uns erneut auf einen kostenlosen Stellplatz. Wir laufen etwas umher und vertreten uns die Füße. Den Platz und die Umgebung hier können wir sehr empfehlen.

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Bevor wir am nächsten Tag weiterfahren, wandern wir noch zum Kastell, das wir vom Stellplatz aus am Vorabend gesehen haben.

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Wir fahren durch Hessen und Niedersachsen, um Marcos Eltern in Nienburg wiederzusehen. Da noch Zeit ist, genehmigen wir uns noch einen Abstecher zum Steinhuder Meer. Es sind 12 Knoten Wind angesagt. Erwartungsgemäß ist der kleine Strand voller Kites und das Wasser voller Menschen, die ihren Drachen in die Luft halten. So habe ich den Spot in Erinnerung. Aber immer wieder schön hier und immer trifft man alte Freunde wieder (Gruß an André).

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Die Wiedersehensfreude ist groß, als wir abends bei Marcos Eltern auf den Hof fahren.

Drei Wiedersehen an der Algarve

Endlich wieder Wifi! Da wir fast nur noch wild stehen, haben wir lange kein Internet mehr gehabt, um den Blog zu posten. Aber jetzt!

Als wir Tarifa verlassen, halten wir bei Punta Paloma. Dort ist die berühmte große Düne, die man von Tarifa und sogar von Marokko aus sehen kann. Von hier hat man einen sehr schönen Überblick über die Strände im Süden. Die Düne ist immer in Bewegung und hätte schon lange die dahinter liegende Straße unter sich begraben, wenn sie nicht ständig frei gebaggert werden würde. Aus dem entsprechenden Blickwinkel fotografiert, wirkt Josi sehr klein auf dem Autodach 😉

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Wir fahren eine knappe Stunde weiter nach Norden und schauen uns Los Canos de Meca an. Diese kleine Bucht ist für große Wellen bekannt und dient als Ausweichspot, wenn in Tarifa der Levante zu stark weht. Heute ist allerdings kaum Wind. Auch hier hat der Sand eine Straße unter sich begraben, die zwar auch noch freigeräumt wird, aber mittlerweile für Autos gesperrt ist. Leider wird das nirgends vorher angekündigt und so müssen wir auf engem Raum an der Düne wenden und umkehren. Zum Leuchtturm am Faro Trafalgar muss man nun zu Fuß gehen. Wir machen eine kurze Pause in einem Café in dem wir ausdrücklich darauf hingewiesen werden, dass wir hier keine Drogen konsumieren dürfen.

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Da es noch früh ist, beschließen wir, auf dem Weg nach Norden auch nach Cadiz zu fahren und durch die Stadt zu laufen. Cadiz liegt auf einer langgezogenen Halbinsel. Gleich am Ortseingang hängt ein Schild, das die Durchfahrt für LKW verbietet, was uns aber nicht aufhält. So fahren wir ein paar Kilometer auf einer sehr schmalen vierspurigen Straße bis kurz vor die Altstadt und versuchen, einen Parkplatz zu finden. In der Nähe des Hafens finden wir zwar eine große Parklücke, aber von hier ist es noch zu weit, um bei den Temperaturen in die Altstadt zu laufen. Also planen wir, einfach der Ringstraße um die Altstadt zu folgen, und dort zu parken. Nach zweihundert Metern wird unser Plan zunichte gemacht: Eine Brücke ist nicht hoch genug und so müssen wir umdrehen. Mittlerweile habe ich auch keine Lust mehr, in der engen Stadt einen Parkplatz zu suchen, auch wenn die Altstadt bestimmt sehr schön ist. Also suchen wir uns in einer App für Stellplätze einen kostenlosen Platz in Sanlucar de Barrameda. Die Stadt liegt an einer sehr breiten Flussmündung und empfängt uns mit lila blühenden Bäumen, die den Straßenrand säumen. Der Platz befindet sich direkt hinter der Strandpromenade und man kann hier sogar kiten. Wir überlegen nicht lange und bauen 9 und 10 auf. Wir kreuzen einmal über die gesamte Flussmündung bis zur gegenüberliegenden Seite. Der Wind ist aber leider viel schwächer als wir erwartet haben, so dass es heute nicht so viel Spaß macht. Wir fahren wieder zurück, halten uns noch etwas in Ufernähe auf und bauen dann wieder ab. Zwei andere Kiter sind mit Wellenreitern raus gegangen und sehr weit in Richtung Meer gekreuzt. Dort soll es ein Riff geben, an dem gute Wellen entstehen. Wir versuchen morgen mal, mit dem Auto auf die andere Seite zu gelangen.

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Als wir die Promenade entlang laufen, sehen wir in einiger Entfernung ein paar Mobile am Wasser stehen. Das sieht viel besser aus, als dieser staubige Platz an der Promenade, also parken wir um und finden einen Platz zwischen den anderen französischen Wohnmobilen. Am nächsten Morgen kommt sogar ein Bäcker mit dem Auto vorbei und verkauft Brot, ein Paraglider mit Motor startet direkt am Strand vor den Mobilen.

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Wir wollen rüber auf die andere Seite des Flusses. Dort soll in 20 Kilometern Luftlinie einen Stellplatz und auch einen Kitespot geben. Das Navi errechnet jedoch 200 Kilometer Fahrstrecke. Das kann ja nicht sein. Ich schaue mir das im Internet an und tatsächlich. Es gibt keine Möglichkeit, das Flussdelta auf einem kürzeren Weg zu überqueren, als den Umweg über Sevilla. Das ganze Gebiet nördlich des Flusses ist ein riesiges Naturschutzgebiet, Parque Nacional de Donana. Na gut, wir müssen sowieso dort entlang. Nach vier Stunden sind wir wieder in der Nähe der Küste und müssen zunächst durch ein großes Ferienhausgebiet, Matalascanas. Als wir nach einigen engen Straßen auf dem Parkplatz ankommen, ist dieser bereits so voll, dass keine Fahrzeuge mehr eingelassen werden. Ein sandiger Weg führt weiter ins Naturschutzgebiet, aber die Durchfahrt ist verboten. So können wir nur umkehren und einen anderen Platz zum übernachten suchen. Auf dem weiteren Weg nach Norden sehen wir plötzlich ein „Camping“-Schild und folgen der Beschilderung über eine Schotterpiste. Der Platz existiert nicht mehr. Wir folgen der Piste noch weiter, in der Hoffnung, doch noch einen Platz zu finden. Es geht auf einer Steilküste dicht am Wasser entlang. Der Weg ist auf beiden Seiten so eng mit PKW zugeparkt, dass wir auf jeder Seite nur ein paar Zentimeter Luft haben. Alles Badegäste, die sich unten am Strand tummeln.

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Ein Auto ist jedoch so besch… abgestellt, dass wir hier nicht weiter kommen. Es ist zu eng. Zu unserem Glück parkt jedoch niemand direkt hinter diesem Kleinwagen, so dass wir das Auto rechts durch die grasbewachsenen Dünen umfahren und nach einigen Metern durch die nächste Lücke wieder auf die Piste fahren können. An einer etwas breiteren Stelle parken wir den Truck und warten darauf, dass die Badegäste irgendwann den Heimweg antreten und der Kleinwagen die Straße für uns wieder freigibt. Gegen frühen Abend sind dann auch die meisten Autos verschwunden, bis auf diesen Kleinwagen.

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Der kleine weiße hinten links blockiert den Weg

Ich habe mittlerweile keine Lust mehr zu warten und will versuchen, den Wagen auf dem gleichen Weg zu umfahren wie auf dem Hinweg. Es geht bergauf und der Untergrund ist sandig. Trotz drei Versuchen mit Untersetzung und Differentialsperre kommen wir nicht den Hügel hinauf. Jetzt hilft nur noch Luft ablassen oder warten, bis der Besitzer kommt und sein Auto wegfährt. Wir entscheiden uns fürs Warten und parken demonstrativ direkt vor seinem Auto. Keine zwei Minuten später kommt auch schon die Fahrerin mit ihrem Freund. Keiner von beiden sieht zu uns herüber als sie das Auto wegfährt und hinter uns wendet. Endlich können wir weiter! Nachdem wir auch auf dem nächsten Parkplatz nicht übernachten dürfen, finden wir nach einigen Kilometern wir den Campingplatz Donana. Hier bleiben wir eine Nacht.

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Es gibt einen Pool! Zu früh gefreut, der hat schon geschlossen und macht morgen erst um zwölf wieder auf. Ratet, bis wann wir den Platz verlassen haben müssen… Wir haben es in den drei Monaten immer noch nicht geschafft, in irgendeinen Pool zu steigen, aber das kommt noch. Bestimmt.

Vorbei an Huelva sind wir schnell an der Grenze zu Portugal. In drei schnellen Schritten registrieren wir uns für das portugiesische Mautsystem und können sofort weiterfahren. Wir sind an der Algarve! In Manta Rota finden wir einen sehr großen Stellplatz direkt hinter den Dünen. Für 4,50 Euro gibt es sogar Wifi inklusive. Wir sind allerdings etwas erschrocken, wie voll es hier ist. Fast der ganze Platz ist voller Wohnmobile. Eines davon erkennen wir wieder: Ein Hymer stand schon in Oualidia in Marokko hinter uns. Und noch etwas erinnert uns an Marokko: Es kommen ständig Leute vorbei, die uns etwas verkaufen wollen: Brot, Obst, Muscheln.

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Es ist einer der heißesten Tage und es weht ein leichtes Lüftchen schräg auflandig ohne Wellen, aber der 12er Kite müsste fliegen. Vielleicht kann ich wieder das Hydrofoil fahren. Tatsächlich fliegt der 12er besser als gedacht und ich habe eine richtig gute Session mit dem Foil bei Sonne und kaum Welle. Und ich bin der einzige Kiter weit und breit. Hier gefällt es uns;-)

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Kein Wind? Joggen!

Am nächsten Tag ist jedoch gar kein Wind, sodass wir in Richtung Lagos weiterfahren. Zunächst übernachten wir an einem Kitespot bei der Flussmündung Ria de Alvor. Hier gibt es je nach Tide eine sehr große Lagune mit vielen Sandbänken. Fast wie in Brasilien, soagr der Wind ist so stark, dass wir den 7er Kite fahren können. Allerdings auch extrem böig und eine Austernfarm in der Nähe

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Der nächste Tag wird der Tag des Wiedersehens. Ein Mopedfahrer fährt vorbei, der uns auffällt, weil er einen Kite auf dem Rücken und ein Board dabei hat. Das finden wir extrem cool und plötzlich klopft es am Auto. Der Mopedfahrer war Dave, den ich letztes Jahr bei der Ausbildung zum iko-Kiteinstructor kennengelernt habe. Er arbeitet jetzt hier als Kitelehrer.

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Kurze Zeit später noch ein Bekannter: Benny hat hier eine Kiteschule. Ihn habe ich vor ein paar Jahren in Brasilien kennengelernt. Er und Dave arbeiten zusammen. Die Welt ist klein. Aber aller guten Dinge sind drei und so kommt pünktlich zum Abendessen auch noch Martin in Lagos an. Martin, einer unserer Freunde aus Hamburg, hat sich zur gleichen Zeit wie wir ein Expeditionsmobil gebaut, und befindet sich damit gerade auf dem Weg nach Südafrika. Benny hat uns einen Tisch in einem sehr beliebten Restaurant in Lagos reserviert, wo wir sehr leckere Gambas essen. Am nächsten Tag stößt noch ein Pärchen aus England mit ihrem MAN zu uns und wir unterhalten uns noch etwas über die Autos.

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Beach Explorer meets Turtle Expeditions

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Die nächsten Tage verbringen wir mit Martin und erkunden die Gegend hier an der Südwestspitze Europas.

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Schließlich landen wir am Freitagabend auf einer Pizzaparty in einer Hippiekommune in den Bergen. Der Weg dorthin ist erneut eine Schotterpiste. Kurz vor der Location parken schon die ersten Busse und Wohnmobile am Rand der Piste. Wir stellen uns direkt dahinter und sehen zu, dass wir von unseren auffälligen Trucks weg kommen, bevor wir von den bereits betrunkenen Leuten angequatscht werden.

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Jeden Freitag gibt es hier für 10 Euro Pizza all you can eat inklusive zwei Getränke. So einen Ort habe ich noch nie gesehen. Alles ist selbstgebaut und in den Bergen stehen verstreut alte Wohnwagen und fahruntüchtige alte Wohnmobile herum, in denen die Menschen hier wohnen. Keine Ahnung, wie die Autos auf die Berge gekommen sind.

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Wir sind früh auf der Party und fallen sehr auf, weil wir statt Batikhemden normale Klamotten tragen und keine Rastalocken haben. Ein sehr unwirklicher Ort. Je später der Abend, desto stärker das Aroma von Hanf in der Luft.

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Die Party geht bis zum frühen Morgen und die letzten Gäste verlassen das Gelände, als wir schon ausgeschlafen losfahren. Es ist sehr grün und bergig und gefällt uns sehr gut. So abwechslungsreich hätten wir es hier nicht vermutet. Überall gehen Schotterwege von der Hauptstraße ab. Hier gibt es noch viele Wege zu entdecken, die man mit den Offroadtrucks fahren könnte.

Zwischen den Bergen zum Meer hin gibt unzählige kleine Sandstrände. Einige davon auch nur über Piste zu erreichen. Am Strand von Bodeira bei Carrepeteira übernachten wir ein paar Mal kostenlos.

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Von hier geht eine schöne Piste oben an der Küste entlang bis zum Strand Amado. Dort gibt es auch einen großen Parkplatz, auf dem wir übernachten.

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Auch zwischendurch gibt es unzählige Möglichkeiten abseits der Piste die Nacht zu verbringen.

Am Strand nahe Salema umfahren wir den eigentlichen Parkplatz und parken direkt am Strand. Ein Bullifahrer macht es uns nach, die anderen trauen sich eher nicht, den Asphalt zu verlassen. Heute ist es wieder extrem windig, allerdings ablandig, wodurch das Wasser schön glatt ist, für uns Weicheier jedoch zu kalt zum Baden.

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Wir sehen uns auch die Festung von Sagres an und essen jeder eine letzte Bratwurst vor Amerika. Jeder bekommt dafür sogar ein Zertifikat mit Datumsstempel.

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Nördlich von Sagres fahren wir noch ein paar Strände an, die wir zwar nicht offroad, aber über steile, ausgewaschene und enge Pisten erreichen. Martin fährt vor und ich filme mit der GoPro. Wir nehmen zwar ein paar Äste mit, meistern die Pisten aber sonst problemlos.

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An einem kleinen einsamen Strand will Martin es wissen und gucken, wie weit er es im Sand schafft. Gute zehn Meter waren es wohl, bevor er sich festgefahren hat 😉

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Aber auch bei 12,5 Tonnen hilft das Luftablassen, um den Truck wieder aus dem Sand zu bekommen. Dieses „passive Reifenfüllsystem“, mit dem man alle Räder gleichzeitig befüllen kann, habe ich auch auf meine Wunschliste geschrieben.

Wir verbringen noch ein paar schöne, entspannte Tage am Strand bevor wir uns von Martin verabschieden und sich unsere Wege leider wieder trennen. Martin, wir wünschen dir alles Gute für deine weitere Reise! Bleib gesund und pass auf dich auf! Wer Martin auf seiner Reise begleiten möchte, findet den Link hier.

Bslamah Maroc

Als wir Marrakesch verlassen, ist die Sicht etwas besser. Zur Linken kann man am Horizont die schneebedeckten Gipfel des Hohen Atlas sehen. Aber zunächst müssen wir uns noch durch den Stadtverkehr drängeln. Anders kann man das nicht bezeichnen. Besonders chaotisch ist das Linksabbiegen. Das geschieht hier nicht wie bei uns, vor dem Gegenverkehr, sondern man fährt erst an den Linksabbiegern der Gegenspur vorbei und muss dann dahinter links abbiegen. Weil aber immer alle dicht auffahren, kann man das gar nicht. Alle blockieren sich gegenseitig und hupen, man wird noch mehrfach rechts überholt und die Einheimischen drängeln sich irgendwie durch.

Der Weg zur Küste geht immer geradeaus auf guter, später sogar vierspuriger Straße. Zunächst gibt es kaum Vegetation, aber je näher man der Küste kommt, desto grüner und hügeliger wird es. Wir haben noch ein paar Tage Zeit, bis wir von KiteWorldWide ein Riad in Essaouira haben, daher fahren wir zuerst in das südlich gelegene Dorf Sidi Kaouki. Am Ortseingang wird man direkt von den Schildern der Surfstationen begrüßt.

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Außer einer Hand voll Restaurants, einem Kiosk, zwei Campingplätzen und einigen Unterkünften hat der Ort nicht viel zu bieten. Abgesehen von Wellen und viel böigem Wind. Wir haben selten so heftige Bedingungen erlebt wie hier in der Nähe des Ortes am Ufer. Weiter draußen und weiter in Lee geht es. Trotzdem bleiben wir vier Nächte und gehen hier mit 7 bis 9qm Kiten. Egal wie groß der Kite, manchmal wird man aus dem Wasser gehoben oder im Sprung einfach fallen gelassen weil der Wind kurz weg ist. Im Süden der Bucht gibt es eine Flussmündung. Dort ist es am angenehmsten.Trotzdem muss man in der ganzen Bucht aufpassen: immer wieder tauchen kurz unter der Wasseroberfläche Fischernetze auf, sogar weiter draußen.

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Wir versuchen, noch eine Bucht weiter südlich als Wasser zu kommen, aber der Weg dorthin wurde gesperrt, um das Wildcampen zu verhindern. Leider können wir sie Sperre auch nicht umgehen, weil die Büsche zu dicht stehen oder es einfach zu viel Geröll gibt. Noch eine Bucht weiter finden wir einen sehr steinigen Weg, den wir zumindest bis zur Hälfte fahren können, bevor auch hier die Bäume zu dicht stehen. Wir lassen das Auto stehen und werden mit einer großen einsamen Bucht belohnt. Hier könnte man auch kiten und vom Felsplateau coole Bilder machen, aber dazu müssten wir das ganze Zeug erstmal hierher schleppen und so gibt es nur ein paar Bilder ohne Kites.

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Steinig ist der Weg zum Strand

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Während unseres Aufenthalts in Sidi Kaouki, welches zu Recht auch Windy Kaouki genannt wird, erhalte ich von meinem Kumpel Martin eine SMS: Hey ich bin in Sidi Kaouki, bist du zufällig in der Nähe? 😉 Wie klein die Welt schon wieder ist.

Weiter geht es nach Essaouira. Die Stadt hat alles zu bieten, was man sich vorstellen kann. Es gibt hier einen großen Supermarkt von der französischen Kette Carrefour, in dem man alles kaufen kann, was das europäische Herz begehrt. Die Medina ist wirklich schön und man wird nicht so extrem angesprochen. Nur am Strand hat man wenig Ruhe vor den Verkäufern, die einem Kameltouren, Sonnenbrillen oder andere Souvenirs verkaufen möchten.

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Wir sind mit Sara von der Surfstation Explora verabredet.  Erneut werden wir super nett von allen empfangen. Die Station arbeitet mit KiteWorldWide zusammen und ist extrem gut organisiert. Alles hat seinen Platz, alles ist beschriftet und es gibt einen Übersichtsplan, damit jeder weiß, wer wann von wem geschult wird oder welche Aktivität ansteht. Man kann sogar duschen und seine Sachen ausspülen. Auch hier testen wir erstmal den Spot und gehen mit 8 und 9qm kiten. Es ist auch hier böig und auch hier wird es gleichmäßiger, je weiter man sich von den Häusern entfernt. Es läuft eine sehr gleichmäßige Welle in die Bucht, bisher die beste, die wir gesehen haben. Man kann Downwinder in die nächste Bucht oder sogar bis Sidi Kaouki machen.

Nach unserer Session werden wir von Miranda abgeholt, unsere Ansprechpartnerin von KiteWorldWide, die uns in der gesamten Zeit sehr gut betreut. Wir lassen den Truck auf dem bewachten Parkplatz an der Surfstation stehen und laufen mit kleinem Gepäck eine Viertelstunde, bis wir durch eines der Stadttore, das Bab Marrakesch, die Medina erreichen.

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Miranda bringt uns zum Riad Zelaka, unserer Unterkunft für die nächsten drei Tage. Das Riad ist wunderschön und man kann von unten bis zum Dach gucken. Unten steht ein großer Tisch in der Mitte, an dem alle Gäste zusammen frühstücken können. Sechs Zimmer verteilen sich auf die beiden Etagen darüber und ganz oben gibt es eine lauschige Dachterrasse, auf der eine Katze wohnt. Jedes Zimmer trägt den Namen eines Kitespots.

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Wir kiten auch hier jeden Tag. Essaouira gefällt uns so gut, dass wir noch eine Nacht auf dem Campingplatz hinten dran hängen. Hier lernen wir noch ein Pärchen aus der Schweiz kennen, die sich ebenfalls morgen mit ihrem VW T4 auf den Rückweg machen wollen.

Als wir nach Norden weiterfahren, sehen wir im grün bewaldeten Hinterland sehr viele extrem schöne Anwesen, mal kleiner, mal größer, und stellen fest, dass uns hier ein Häuschen als Alterswohnsitz sehr gut gefallen könnte. Weiter geht es in Richtung Safi, vorbei an Moulay-Bouzerktoun und weiteren schönen Stränden und Buchten.

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Die Strecke bietet fabelhafte Aussichten auf das Meer. In Safi machen wir auf dem heruntergekommenen, städtischen Campingplatz nur Halt zum Übernachten. Kurz darauf treffen zufällig auch die Schweizer ein. Auf dem Platz wohnen einige Pfaue, die uns mit ihrem Gekrähe die halbe Nacht wach halten (aber schön sind sie trotzdem).

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Auf dem weiteren Weg schauen wir uns noch ein paar Strände an, die jedoch meist verlassen und heruntergekommen sind.

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Wir landen schließlich in Oualidia, einem kleinen Fischerdorf mit einer traumhaften Lagune. Die Schweizer sind schon da ;-). Es gibt mitten im Ort einen großen Parkplatz ohne Ver- oder Entsorgung, auf dem man übernachten kann. Hier stehen auch schon fünf andere Mobile.

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Es kommen Fischer ans Wohnmobil und bieten den Fang des Tages an, oder man lässt sich eine fertige Tajine aus Auto liefern. Wir gehen nachmittags erst einmal Stand Up Paddeln. Die Flut füllt langsam die Lagune. Durch eine Öffnung in den Felsen branden die Atlantikwellen sehr geordnet in die Lagune und verteilen sich in einem sauberen Halbkreis darin.

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Ich versuche zum ersten Mal, mit dem SUP Wellen zu reiten und es funktioniert! Mega! Aber das Wasser ist doch ganz schön kalt 😉 Man kann hier auch kiten, aber der Wind reicht nicht.

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Zum ersten Mal gibt es abends Mücken, so dass wir uns ins Auto flüchten und die Schweizer davon überzeugen, statt nach Portugal doch noch einmal nach Dakhla hinunter zu fahren, denn sie haben noch einen Monat Zeit. So trennen sich am nächsten Tag unsere Wege. Mittlerweile ist die Landschaft viel grüner geworden. Wir legen auf einer guten Autobahn 400 km zurück, lassen Casablanca und Rabat links liegen und fahren zur nächsten Lagune bei Moulay-Bousselham. Ebenfalls ein Fischerdorf, aber weniger touristisch. Ein Campingplatz liegt unterhalb der Stadt, direkt an der Lagune.

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Die Stadt liegt auf einem kleinen Berg, gegenüber ein Hügel mit Sanddünen, dazwischen schlängelt sich eine Art Flussmündung, durch die je nach Gezeiten das Wasser eine große Lagune im Hinterland füllt oder entleert. Als es von der Strömung passt, sehe ich mir auch diese Flussmündung mit dem SUP an.

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Ich paddle gegen die Strömung bis zur Mündung, wo erneut richtig hohe Wellen brechen und lasse mich dann zurücktreiben.

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Später ist die Strömung so stark, da hätte ich nicht mehr gegen an paddeln können. Kurz vor dem Campingplatz liegen die ganzen Fischerboote, durch die ich mich hindurch mogle und dann beim Camping wieder aussteige. So viele Fische wie hier habe ich vom Board aus noch nie gesehen. Leider auch eine tote Schildkröte und viel Plastikmüll. Ein Anwohner hat auch einfach seinen Müllsack die Klippen hinunter geworfen. Da war ich etwas sprachlos. Insgesamt ist es hier aber sehr schön und wir würden hier wie auch in Oualidia erneut einen Zwischenstopp einlegen.

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Nach zwei Nächten auf diesem Platz, starten wir etwas wehmütig, zur letzten Etappe in diesem Land, sogar auf diesem Kontinent. Erst langsam wird uns bewusst, dass sich unsere Zeit in Marokko dem Ende nähert. Wir fahren die letzten 150 Kilometer nach Tanger, wo es noch einmal sehr aufregend wird. In einem Kreisverkehr mitten in der Stadt hängen sich plötzlich drei Jungendliche hinten an unseren Heckträger. Ich versuche, sie durch starkes Bremsen und Schlangenlinien loszuwerden, aber das funktioniert nicht. Also halten wir an und ich laufe nach hinten und schreie die Jungs an, die sofort flüchten. Sobald ich jedoch im Auto sitze, hängen die drei schon wieder hinten dran. Erst als wir nach einem Kilometer an einem weiteren Kreisverkehr einen Polizisten auf die drei aufmerksam machen, lassen sie sich vertreiben. Dafür springt während der Fahrt direkt der nächste hinten drauf. Als wir bemerken, dass auch an Bussen und anderen großen Fahrzeugen hinten immer Jungs dran hängen, beruhigen wir uns etwas. Als uns ein Busfahrer dann zu verstehen gibt, dass man daran leider nichts ändern kann, warten wir einfach, bis der ungebetene Gast von alleine abspringt. Das scheint hier sowas wie das marokkanische S-Bahn-Surfen zu sein. Wir verlassen die Stadt durch ein sehr teuer erscheinendes Stadtviertel am Meer und fahren eine letzte Bergstraße von der aus wir schon die Straße von Gibraltar und in der Ferne sogar Tarifa sehen können.

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Noch ein letztes Mal machen wir günstig den Dieseltank voll und kommen am Hafen von Tanger Med an. Wir werden am Ticketschalter sofort abgefangen und man verkauft uns super schnell  Ticket zum besten Preis, my friend. For you only 170 Euro. Da das der Preis ist, den ich als günstigsten Preis auch im Internet gefunden habe, machen wir das Spiel mit. Zwar will einer der Schlepper noch einmal Geld für seine Hilfe haben, aber wir haben die letzen Dirham bereits ausgegeben und so zieht er sauer davon. Wir kommen sehr schnell durch den Zoll. Das Auto wird einmal gescannt und ein Drogenhund läuft eine Runde um uns herum, sonst aber keine Durchsuchung. Alles geht sehr schnell. Wir haben eigentlich ein Ticket für die Fähre um 21:30 Uhr, aber wir schaffen es als letztes Auto zufällig noch auf die 18:30 Uhr-Fähre und verlassen das Land schneller als gedacht.

1000 Kilometer in zwei Tagen

Knapp einen Monat sind wir jetzt im KiteWorldWide Villa Camp in Dakhla und sind jeden Tag auf dem Wasser. Ich kann inzwischen auch ganz gut mit dem Hydrofoil umgehen und Josi verbessert ihre Sprungtechnik.

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Aber irgendwann müssen auch wir Abschied nehmen, was uns nicht leicht fällt. Wir haben hier viele nette Menschen und vielleicht auch neue Freunde kennen gelernt. Einige von Ihnen werden wir hoffentlich bald in Deutschland oder Dänemark wiedersehen. Die lustigen Abende mit den beiden Kitelehrern Naji und Larbi vermissen wir jetzt schon 😉

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Obwohl wir erst kurz vor Mittag los kommen, schaffen wir an diesem Tag 570 Kilometer und finden pünktlich zum Sonnenuntergang einen Schlafplatz zwischen Laayoune und Tarfaya. Wir haben wieder die Straße am Meer entlang genommen. Hier gibt es ein sehr schönes Dünengebiet, das zu Sonnenuntergang noch einmal schöner aussieht, als wir es vom Hinweg in Erinnerung haben. An einer großen Düne verlassen wir die Straße und fahren vorsichtig auf steinigem Untergrund in das Gebiet hinein, bis wir hinter der großen Düne stehen. Man hört das Meer rauschen und kann es vom Gipfel der Düne aus auch sehen.

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Am nächsten Tag machen wir den Tank noch an einer der letzten subventionierten Tankstellen voll. Ich soll 355 Dirham zahlen, gebe dem Tankwart 405 Dirham und bekomme 150 (also 100 zu viel) zurück. Ob so die Subvention funktionieren soll?

Wir passieren ein großes Salzabbaugebiet umgeben von Dünen und erneut sieht die Landschaft heute schöner aus als auf dem Hinweg.

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Hinter Tan-Tan am Dra-Tal machen wir einen Abstecher zum Fort Tafnidilt. Ähnlich wie beim Fort Bou-Jerif gibt es eine alte Fort-Ruine auf einem Berg und kurz dahinter ein sehr gut gepflegtes Hotel mit Pool und Stellflächen für 4×4, denn normale Womos erreichen diese Unterkunft dank Sand und Steinpiste erst gar nicht. Wir überlegen, hier zu übernachten, aber es ist heiß und kein Wasser im Pool! Übrigens haben wir in den letzten zwei Monaten noch nie einen vollen Pool gesehen….

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Also peilen wir den Supermarkt in Guelmim an, in dem wir uns zwei Stunden später mit Lebensmitteln eindecken.

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Dann geht es zur nächsten Oase auf einen kleinen, familiären Campingplatz, auf dem wir endlich mal wieder mit Tee empfangen werden. Wir haben heute wieder 400 Kilometer geschafft, sind müde und freuen uns auf Bolognese mit echtem Hackfleisch, aber eine Einladung vom Hausherrn zum Tee kann man ja nicht ausschlagen. Als er uns dann eine Stunde später auch noch zum Fisch essen einladen möchte, müssen wir dankend ablehnen. Dazu sind wir wirklich zu müde. Unter anderen Umständen wäre das bestimmt eine schöne Erfahrung gewesen.

Wir wollen noch einmal zum Plage Blanche fahren, der bei vielen Offroadern beliebt ist. Es gibt eine sehr lange Route, die schon bei Fort Tafnidilt beginnt, aber auf zwei Tage steinige Piste im zweiten Gang haben wir keine Lust. Am Ende der langen Route hat man die Wahl oben auf dem Plateau entlang zu fahren, oder 30 Kilometer direkt am Strand. Wir fangen direkt beim Strand an. Um dorthin zu gelangen, muss man zunächst ein Flußdelta überwinden. Zwei Kiometer vor der Mündung gibt es eine Furt mit einem steilen, kurzen Anstieg. Dann noch ein paar tiefe, steile Löcher überwinden, die durch Erosion entstanden sind, und eine sandige Piste, die gerade breit genug für den LKW ist. Wir sind am Strand. Es gibt ärmliche Fischerhütten und es findet gerade ein Motorrad-Event statt. 50 Enduros, zwei Jeeps für Medical Assistance, ein Iveco 4×4 und ein MAN 4×4 sind dabei. Wir fahren noch ein paar Meter weiter, bis der Sand weicher wird und lassen wieder Luft aus den Reifen. Wir wagen den Versuch, am Strand entlang zu fahren. Für ein paar Minuten geht das ganz gut. Irgendwann wird mir das jedoch zu heikel. Der tiefe Sand wird immer mehr und der Wagen kann die Drehzahl nicht immer halten, weil es zu viel Kraft kostet, die Räder im dritten untersetzten Gang durch den Sand zu bewegen. Und runterschalten geht auch nicht, dann würden wir sofort stehen bleiben. Also einen großen Bogen fahren und zurück. Hinzu kommt, dass gerade Flut ist und wir nicht wissen, ob sie noch höher steigt. Irgendwann werde ich mir diesen Strand noch einmal vornehmen, dann aber mit mindestens zwei Fahrzeugen, bei Ebbe und mit mehr Mut.

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Die nächsten zwei Nächte verbringen wir in Sidi Ifni. Die Stadt ist durch spanischen Einfluss geprägt und gefällt uns sehr gut. Man merkt, dass ab hier der Tourismus so richtig beginnt. Es gibt unzählige Restaurants und wir essen zum ersten Mal wieder eine Pizza! Mmmmmmh!

Im Winter muss es hier sehr voll sein, denn es gibt drei große Campingplätze nebeneinander. Jetzt stehen wir fast allein. Auch unter Surfern ist der Ort bekannt. Es gibt mehrere Surfshops und man sieht täglich Wellenreiter auf dem Wasser. Aber auch die Wellensaison ist fast vorbei. Mitten in der Nacht ist der ganze Strand voller Angler. Tagsüber sieht man niemanden.

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Ich nutze die Zeit und schmiere zum ersten Mal alle Gelenke der Antriebswellen und die Lager an der Vorderachse mit der Fettpresse ab. Klappt ganz gut. Ich hätte nicht gedacht, dass eine ganze Tube Fett dabei drauf geht. Durch die Vibrationen der vielen Kilometer haben sich einige Schrauben in einem Schrank gelockert, im Stauraum sogar selbst herausgedreht. Aber es sind immer noch mehr als genug Schrauben fest, sodass wir uns auch hier keine Sorgen machen.

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Einige Kilometer nördlich von Sidi Ifni gibt es drei Felsbögen am Strand, unter denen man hindurch laufen kann. Die Zufahrt geht so steil und ausgewaschen nach unten, dass man hier mit einem normalen Wohnmobil kaum eine Chance hat und wir erst glauben, den falschen Weg genommen zu haben. Nach einer Kurve ist dann aber alles voll mit weiteren Autos und es haben sich unzählige kleine Restaurants angesiedelt. Wir haben vergessen, dass Sonntag ist und wir nicht die einzigen sind, die sich diese Sehenswürdigkeit anschauen wollen.

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Abends erreichen wir Aglou Plage. Hier wollen wir den Regen aussitzen, der für die nächsten zwei Tage angesagt ist.

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Tropisches Klima

Während unseres Aufenthaltes bei KiteWorldWide in Dakhla ist die Unterkunft immer voll ausgebucht. Für zwei Nächte haben wir kein Zimmer. Da wir in dieser Zeit sowieso im Truck übernachten müssen, nutzen wir die Zeit und machen noch einen Ausflug nach Süden. Auf dem Weg dorthin können wir einen unserer Kitespots, die Weiße Düne, einmal aus einer anderen Perspektive sehen.

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Dann überqueren wir den Nördlichen Wendekreis. Ab hier befinden wir uns offiziell in den Tropen. Wir können das Schild natürlich nicht einfach links liegen lassen und so hat es jetzt noch zwei Aufkleber mehr. Findet Ihr die Sticker von KiteWorldWide und Stranddeko? 😉

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Es gibt noch ein paar Stellplätze am Meer, die wir uns ansehen wollen. Der erste hat den idyllischen Namen Puerto Rico. Von einem alten, kleinen Turm hat man einen tollen Überblick über die Bucht.

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Wir sind die einzigen hier, aber da es noch früh am Tag ist, fahren wir weiter. Den nächsten Platz finden wir nur aufgrund der GPS-Koordinaten. Es gibt keinen „Weg“, nur ein paar Autospuren, und man kann mittlerweile nicht mehr bis ans Wasser fahren, weil das letzte Stück gesperrt ist. Wir gehen also den letzten Kilometer zu Fuß und finden erneut einen menschenleeren Strand vor. Leider liegt unglaublich viel Müll herum. Sonst wäre es hier richtig schön.

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Weiter geht es nach Süden. Die Straße ist gut und wir sehen kaum andere Autos. Nur gelegentlich begegnen uns LKWs auf dem Weg nach Mauretanien oder zurück. Die Landschaft sieht fast immer gleich aus: Karge Steppe mit knöchelhohen Sträuchern. Nach einer Weile wird es sandiger und Warnschilder weisen auf Sandverwehungen hin.

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Die Straße verläuft jetzt nicht mehr ganz so nah an der Küste und vor uns liegt nicht mehr viel Sehenswertes. Da uns die Plätze heute auch nicht als Übernachtungsplätze gefallen haben, brechen wir unseren Ausflug ab und fahren zurück zu unserem Lieblingsplatz: Kurz vor Sonnenuntergang erreichen wir die Weiße Düne 🙂

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Hier bleiben wir zwei Nächte und sind wie immer abends allein. Am ersten Abend haben mit einem Reifen auf einer Sandverwehung geparkt, damit das Auto gerade steht. Nach einer halben Stunde gibt es plötzlich einen Ruck. Was war das? Haben wir einen Platten? Ich gehe das mal checken. Kein platter Reifen. Aber lustigerweise hat der Reifen den Wind so verwirbelt, dass der Sand unter dem Reifen langsam abgetragen wurde und das Auto dann irgendwann abgesackt ist. Im Laufe des Abends wiederholt sich das so lange, bis wir irgendwann auf festem Untergrund stehen und die kleine Sandverwehung komplett verschwunden ist.

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Tagsüber steht Kiten auf dem Programm. Natürlich auch während unserer Zeit im Camp von KiteWorldWide. Joo, eine Dänin, die wir hier kennenlernen, schießt täglich hunderte von Kitebildern und natürlich auch einige von uns. Hier eine kleine Auswahl 😉

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Ich habe eine WOO dabei, ein kleines Gerät, welches die Sprunghöhe beim Kiten misst. Wenn man Internet hat, kann man die Aufzeichnung hochladen und wenn man es unter die Top 15 schafft, bekommt man abends eine Mail. Man kann sich dann landesweit, je Kontinent und sogar global mit anderen Kitern vergleichen. In Afrika scheinen noch nicht viele Kiter das Ding zu nutzen, jedenfalls schaffe ich es täglich auf einen der ersten drei Plätze, einmal sogar auf Platz 14 weltweit, obwohl mein Sprung nicht besonders hoch war. Einmal lande ich mit nur 7,4 Metern und meinem viel zu kleinen Kite (7er Vegas, obwohl andere 10 und größer fahren) trotzdem auf Platz 1.

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