So schøn ist Møn

Wir haben eine Woche Urlaub und wollen wieder nach Dänemark. Aber nicht wie sonst nach Jütland, sondern nach Seeland. Die Fähre fährt von Rostock nach Gedser. Von hier dauert es noch eine knappe Stunde Autofahrt über die durch Brücken verbundenen Inseln Falster und Farø bis Bogø.


Dort steht unser Ferienhaus, denn diesmal ist Josis Familie mit dabei und dafür ist unser Explorer zu klein. Die Insel Bogø ist ebenfalls sehr klein und durch einem Damm mit Møn verbunden. Unser erstes Ziel ist folglich ein Besuch der berühmten Kreidefelsen. Wir parken am Wegesrand und wandern durch das Tal Jydelejet, bis sich vor uns die Küste mit den Kreidefelsen eröffnet.


Kaum habe ich die Drohne gestartet, um ein paar Bilder zu knipsen, ist auch schon der Parkranger da. Er wollte mich eigentlich darüber aufklären, dass ich hier aufgrund seltener Vögel (Brutgebiet von Wanderfalken) nicht fliegen darf. Jedoch war er erst seit kurzem im Amt und wusste nicht, dass das Flugverbot seit zwei Wochen nicht mehr gilt. Ungewohnt, aber auch gut, dass in Dänemark jetzt schon Schilder stehen, die das Fliegen mit Drohnen regulieren.


Oben auf den Klippen gibt es sehr viele Wanderwege, durch den Wald oder unten an der Steilküste entlang. Wir entscheiden uns für einen circa drei Kilometer langen Weg, der uns auch über den Aborrebjerg führt, welcher mit 143 Metern ü.NN der höchste Punkt Møns ist.


Der Wind, der sonst immer zuverlässig während unserer Arbeitszeit weht, hat scheinbar auch ne Woche Urlaub eingelegt. Wenigstens lässt er sich zwei Mal schwach blicken und es reicht für die großen Kites. Zuerst versuchen wir es in Vordingborg mit dem Foil, jedoch ist zu viel Seegras im Wasser. Der Wind reicht zum Glück auch gerade so für den 13er Kite und ein normales Board. Josi gelingen trotzdem wirklich gute Fotos von mir.


Abends kann Josi noch kurz vor Bogø in schönem Flachwasser ihre Bahnen ziehen. Der Spot ist stehtief und bekannt für sein glattes Wasser auf der ablandigen Seite und die dänischen Kiter kommen sogar extra aus dem 100 Kilometer entfernten Kopenhagen hierher. Man kann auf beiden Seiten der Straße kiten und somit jede Windrichtung abdecken.